Beginn des nächsten Weiterbildungsdurchgangs: vorr. Sommer/Herbst 2028

Einführung in die Weiterbildung

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen ist in den letzten Jahren verstärkt in das Interesse der Psychotherapie gerückt. Psychotrauma-Diagnosen wie PTBS, k-PTBS, DESNOS, Dissoziative Identitätsstörung etc. sind im klinischen Feld mittlerweile weit verbreitet. Auch in der wissenschaftlichen Betrachtung, wie sie sich in der Weiterentwicklung von ICD 10 zu ICD 11 widerspiegelt, haben Traumafolgestörungen eine immense Differenzierung erfahren und komplexe Traumafolgephänomene werden besser abgebildet. Ein Spektrum von imaginativen, kognitiven und körperbezogenen Stabilisierungstechniken sowie Traumaverarbeitungsmethoden wie Beobachter-, Bildschirm-, und Pendeltechniken gehören in der Arbeit mit traumatisierten Klienten zum Handwerkszeug, um eine Therapie auf aktuellem Stand anbieten zu können.

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Das ifs-Haus an einem sonnigen Tag

Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

Zielgruppen

Die Aufbauweiterbildung richtet sich an Fachpersonen mit therapeutischer Qualifikation, die Menschen mit traumatischen Erfahrungen begleiten und ihre systemischen Kompetenzen um traumatherapeutisches Wissen, Haltungen und Interventionen erweitern möchten.
Angesprochen sind Fachpersonen, deren beruflicher oder institutioneller Rahmen die Arbeit mit psychischen Störungen mit Krankheitswert ermöglicht oder die eine entsprechende rechtliche Qualifikation anstreben.
Ebenso willkommen sind Kolleg:innen, die systemisch-traumatherapeutische Konzepte, Haltung und Interventionen kennenlernen und im Rahmen ihrer jeweiligen professionellen Möglichkeiten nutzen möchten.

Angesprochen sind insbesondere:

  • Systemische Therapeut:innen und Familientherapeut:innen
  • Psychologische Psychotherapeut:innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen
  • Ärzt:innen mit fachärztlicher Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie oder Psychotherapeutischer Medizin sowie der Psychosomatik
  • Kolleg:innen mit einer abgeschlossenen therapeutischen Weiterbildung in einem anderen psychotherapeutischen Verfahren aber darüber hinaus mit systemischen Grundkenntnissen

Zugangsvoraussetzungen

  • Studienabschluss im Bereich der Humanwissenschaften sowie therapeutische Weiterbildung (Umfang mind. 3 Jahre)
  • Weiterbildung in Systemischer Therapie/ Familientherapie oder Psychotherapieausbildung KJP/ PP oder Fachärztliche Weiterbildung
  • Berufserfahrung in der therapeutischen Arbeit mit Menschen, die unter Traumafolgestörungen leiden
  • die Möglichkeit, während der Weiterbildung mit Menschen mit Traumafolgestörungen therapeutisch zu arbeiten unter Beachtung der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen

Die Weiterbildung vermittelt traumatherapeutische Kompetenzen, die jedoch nicht rechtlich zur Ausübung heilkundlicher psychotherapeutischer Tätigkeit berechtigen.
Dazu bedarf es dennoch einer Approbation oder Heilpraktikerzulassung.
Die Verantwortung für die Einhaltung der berufs-, heilkunde- und sozialrechtlichen Bestimmungen liegt bei den Teilnehmenden bzw. bei der jeweiligen Institution, in deren Rahmen die Tätigkeit erfolgt.

Weiterbildungsorganisation

  • 7 Blockseminare à 3 Tage mit je 24 Ustd.
  • 5 Supervisionstage à 8 Ustd.
  • 7 Intervisionstage à 8 Ustd.
  • eine Fallvorstellung als Videosupervision
  • 3 dokumentierte Behandlungsfälle mit unterschiedlichen traumaassoziierten Störungsbildern (z. B. PTBS, K-PTBS, dissoziative Störungen u. a.) mit insgesamt mind. 50 Behandlungsstunden und einer hypothesengeleiteten traumaspezifische Differentialdiagnostik  
  • Literaturstudium (nach Interesse)
  • Abschlusskolloquium

Gesamtumfang: ca. 400 Ustd.

Wahlweise können unsere Traumatherapie-Workshops dazugebucht werden (diese werden dann im Zertifikat aufgeführt). Teilnehmer:innen der Weiterbildung zahlen hierbei einen reduzierten Preis.  

Weiterbildungsinhalte

Kontinuierliche und wiederkehrende Elemente während der Weiterbildung:

  • Die Entwicklung der individuellen Therapeut:innenpersönlichkeit ist Thema in allen Weiterbildungsabschnitten.
  • Während der Blockseminare ist das kontinuierliche Therapeut:innentraining ein zentrales didaktisches Mittel zum Erlernen und Erfahren therapeutischer Kompetenz.
  • Die begleitende Supervision dient der kontinuierlichen Begleitung therapeutischer Praxis.
  • Theorievermittlung, Therapeut:innentraining, Demonstrationen, Selbsterfahrung, Metareflexion und Prozessbegleitung greifen ineinander.

Mehr Infos zu den einzelnen Blockseminaren

Einige Moderationskarten und Bücher auf einem Tisch

Unsere Trainer:innen der Weiterbildung

Ziele und Abschluss

Ziele

  • eine traumsensible Haltung entwickeln
  • Traumafolgesymptomatik erkennen, verstehen und diagnostisch einordnen lernen
  • Auftrags- und zielorientierte therapeutische Prozessführung übernehmen und lernen, in und mit Teilzielen/Unterzielen zu arbeiten
  • ein Spektrum an traumatherapeutischen Interventions- und Arbeitsformen kennen und situationsadäquat ein­setzen lernen
  • die eigenen Ressourcen als kreatives persönliches und therapeutisches Potential erkennen und einsetzen lernen
  • einen individuellen therapeutischen Stil für die Arbeit mit traumatisierten Menschen ent­wickeln, der die persönlichen Stärken berücksichtigt und Zufriedenheit in der alltäglichen Berufspraxis fördert

Abschluss

Die Weiterbildung schließt bei Erfüllung der Abschlusskriterien mit dem Zertifikat als "Systemische/r Traumatherapeut/in (ifs)" ab.

Kosten und Finanzierung

Die Honorarkosten für die Blockseminare und die begleitende Supervision belaufen sich auf 4.900,00 Euro (incl. 200,00 Euro Aufnahmegebühr die bei Vertragsabschluss fällig wird).

Zahlungshinweis:
Wir bieten die Möglichkeit einer bequemen monatlichen Ratenzahlung an.

Finanzielle Förderung

Es besteht die Möglichkeit der Förderung durch den NRW Bildungsscheck 2.0.
Weitere Infos dazu finden Sie HIER

Kurstermine

Nächster Kursstart

TT 16: vorr. Sommer/ Herbst 2028

Termine der Blockseminare*

BL 01       n.n. 
BL 02       n.n. 
BL 03       n.n. 
BL 04       n.n. 
BL 05       n.n. 
BL 06       n.n. 
BL 07       n.n. 

Die Termine und Zeiten der Supervisionsseminare werden zu einem späteren Zeitpunkt im Kurs bekannt gegeben.
Sie finden in der Regel freitags oder samstags statt.
 

Seminarzeiten:

Do:10:00-18:30 Uhr
Fr.: 09:30-18:30 Uhr
Sa.:09:00-13:00 Uhr

Die Anmeldung zur Weiterbildung ist erst nach dem Besuch einer kostenlosen und unverbindlichen Informationsveranstaltung möglich.

Anmeldung zur Infoveranstaltung

Neue Termine für den nächsten Weiterbildungsdurchgang sowie für die zugehörige kostenlose Informationsveranstaltung sind aktuell in Planung.
Bei Interesse an diesem Kursangebot senden Sie uns aktuell bitte eine E-Mail oder nutzen unser Kontaktformular.