Das Grundverständnis menschlichen Erlebens und Verhaltens erfolgt in der Systemischen Traumatherapie über den Einbezug der biologischen, psychologischen und sozialen Ebene sowie über die Wechselwirkungen dieser Ebenen untereinander. In allen Seminarabschnitten bilden aktuelle Erkenntnisse der Neuro- und Psychobiologie, die einen bedeutsamen Baustein im Verständnis von Traumafolgesymptomatiken darstellen, und die Nutzung dieser Erkenntnisse für die therapeutische Praxis, eine bedeutsame Grundlage.
Wir verknüpfen die Konzepte von PITT (Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie), Struktureller Dissoziation und Ego-State-Ansätzen mit systemischen Theorien und Methoden. Dieses theoretische Geflecht bildet die Basis in allen Blockseminaren. Die Seminarabschnitte sind praktisch orientiert mit Live-Arbeiten der Trainerinnen, Rollenspielen zum Üben der Methoden und Übungseinheiten, um eine möglichst vertiefte Vermittlung der Traumatherapie in der Praxis zu ermöglichen. Supervisionsmöglichkeiten sind ebenfalls in allen Seminarabschnitten gegeben.
Durch die Weiterbildung soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, eine spezifische traumasensible Haltung in der Arbeit mit Menschen, die unter den Folgen von erlebten Traumata leiden, zu entwickeln. Auf dieser Grundlage soll erlernt werden, den Therapieprozess ziel- und auftragsorientiert aktiv zu steuern sowie methodisch stabilisierend, traumaverarbeitend und integrierend zu arbeiten, bereits vorhandene Kompetenzen weiterzuentwickeln und sich weiter zu qualifizieren.
Die Systemische Traumatherapie versucht in einem multimethodischen Ansatz Menschen darin zu unterstützen, nach gemachten traumatischen Erfahrungen und den sich daraus entwickelten Phänomenen, Symptomen und Krankheitsbildern, Belastungen zu reduzieren, Symptome zu vermindern, das Erlebte zu verarbeiten und zu integrieren und die Lebensqualität wieder zu verbessern.
Der Einbezug des sozialen Systems in den Veränderungsprozess bietet dabei die Möglichkeit, soziale Ressourcen zu nutzen, dysfunktionale Wechselwirkungen zwischen Systemmitgliedern zu beleuchten und so intra- und interindividuelle funktionalere Muster zu fördern.
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