In diesem Workshop wird sowohl theoretisch als auch praktisch in die Arbeit mit Anteilen – insbesondere nach der Konzeption der Ego-State-Arbeit – eingeführt. Zudem wird gezeigt wie sich dieser Ansatz für Systemiker:innen in den unterschiedlichsten Beratungsfeldern nutzen lässt. Innere Anteile lassen sich auch als innere Familie beschreiben, in der jede einzelne Ego-State sich durch eigene Gefühle, Bedürfnisse, Körperzustände, Wahrnehmungen und Wirklichkeitskonstruktionen auszeichnet. Sie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Anlässen im Leben eines Menschen entstehen. In der Regel ist ihre Entstehung eng mit Bindungserlebnissen, Lernerfahrungen, kritischen Lebensereignissen und traumatischen Erfahrungen verknüpft.
Menschen erleben ihre Ego-States in der Regel erst als problematisch, wenn Uneinigkeit im Innensystem zu Irritationen führen oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States das Leben schwer macht. Das Ziel der Arbeit mit Anteilen, ist die Integration und ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander. Im Workshop werden wir verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme üben und den Zugang bereiten, die Herausbildung unterstützen, den Aufbau der inneren Kommunikation und Kooperation fördern, Akzeptanz und Verständnis fördern, die Ressourcen der Ego-States entwickeln und Fragen der Therapieplanung besprechen.