Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf einige Fragen, die häufig von InteressentInnen für die Ausbildung gestellt werden.

Gerne stehen wir Ihnen aber auch persönlich zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an, wenn Sie Fragen rund um die Ausbildung haben.

 

 

 

An wen richtet sich die Ausbildung?

Das Angebot wendet sich an Sie, sofern Sie folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Sie haben Diplom-Psychologie (klinische Psychologie), Diplom-Pädagogik, Diplom Sozialpädagogik studiert oder
  • verfügen über einen Master-Abschluss in einem der vorgenannten Studiengänge.

Für die Ausbildung in Psychlogischer Psychotherapie können gemäß Psychothera­peutengesetz nur AbsolventInnen mit einem Diplom oder Master in klinischer Psychologie aufgenommen werden. (Das ifs wird eine solche Ausbildung im Jahr 2013 beginnen)

Um die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten können sich auch Interessierte mit einem Hochschulabschluss der Pädagogik sowie in Sozialpädagogik/-arbeit bewerben. Vorausgesetzt wird ein Diplom oder ein Masterabschluss. Für AbsolventInnen anderer pädagogischer Abschlüsse können im Einzelfall Sonderzulassungen beim Landesprüfungsamt in Düsseldorf erwirkt werden.

 

 

 

Wann beginnt die Ausbildung?

Alle 1,5 Jahre beginnt eine neue Ausbildungsgruppe für die Ausbildung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Interessenten melden sich bitte zuerst zu einem unserer Informationstage zur Ausbildung an. Diese finden ca. alle 2-3 Monate übers Jahr verteilt statt. Danach folgen Auswahl- und Entscheidungsseminare. Davon gibt es 2-3, die in der Regel 2-6 Monate vor Ausbildungsbeginn stattfinden. Aus diesen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird dann die Ausbildungsgruppe gebildet. Für uns ist es wichtig, dass Sie sich eindeutig für das ifs und seine Ausbildung entscheiden. Das erhöht die Sicherheit, dass Sie die Ausbildung auch erfolgreich abschließen.

 

 

 

Wo findet die Ausbildung statt?

Das ifs hat eigene Räumlichkeiten in Essen. In den beiden Tagungshäusern des ifs in Essen-Steele und in Essen-Byfang finden die Seminare der Ausbildung statt.

Die Selbsterfahrung findet in einer Tagungsstätte im Sauerland statt.

 

Die Praktische Tätigkeit Teil 1 und 2 und die Praktische Ausbildung finden bei den Kooperationspartern des ifs statt, die über NRW verteilt sind, um lange Anfahrten zu ersparen.

Die Supervision findet in den Räumlichkeiten der Supervisoren statt.

 

 

 

Ich wohne nicht im Ruhrgebiet, ist die Ausbildung trotzdem etwas für mich?

Viele Ausbildungskandidaten kommen nicht aus dem Raum Essen. Eine Teilnahme an der Ausbildung ist trotzdem möglich, erfordert jedoch einen erhöhten Aufwand für Fahrten, da die Teilnahme an den Ausbildungsseminaren verpflichtend ist. Unter Umständen muss auch zusätzlich mit Übernachtungskosten gerechnet werden, wenn man nicht zu Hause übernachten kann. Auch ist zu bedenken, dass im späteren Ausbildungsverlauf z.B. für Supervisionen - besonders für Gruppensupervisionen - unter Umständen weite Wege in Kauf genommen werden müssen. Es ist jedoch möglich, sowohl die praktische Tätigkeit als auch die praktische Ausbildung außerhalb der Region Ruhrgebiet zu absolvieren. Das ifs verfügt über Kooperationspartner, die über ganz NRW verteilt sind.

 

 

 

Was ist die Approbation und welchen Vorteil bietet sie?

Die Approbation ermöglicht in Deutschland den Zugang zur Heilkunde. Es gibt sie bei Ärzten und Psychotherapeuten. Für den Bereich der Psychotherapie bedeutet die Approbation, dass heilkundliche Psychotherapie ausgeübt werden darf. Mit der Approbation ist man Mitglied der Psychotherapeutenkammer.

Die Approbation ist Voraussetzung für die Abrechnung mit privaten und gesetzlichen Krankenkassen.

Für viele Arbeitsstellen ist sie Einstellungsbedingung und ermöglicht eine höhere Bezahlung.

 

 

 

Welche Psychotherapieverfahren werden unterrichtet?

Die Ausbildung findet im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie statt. Das heißt, der Schwerpunkt liegt in der Vermittlung systemischer Inhalte.

Inhalte und Therapierichtungen, die angeboten werden:

  • Klassische familientherapeutische Zugänge, entwicklungsorientierte strukturelle, strategische und analytische Familientherapie
  • Lösungsorientierte, konstruktivistische, konstruktionistische, narrative und systemische Konzepte
  • Ideen aus Hypnotherapie, Psychodrama und NLP (Neurolinguistische Psychotherapie)
  • Sandspieltherapie, Spieltherapeutische Ideen, Traumatherapie, Neurobiologie und Kunsttherapie werden angeboten.
  • Die Richtlinenverfahren Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie werden in Grundzügen vorgestellt.

 

 

Wieviel Zeit muß ich für die Ausbildung einplanen?

Die Ausbildung ist als Teilzeitangebot konzipiert. Sie erstreckt sich auf einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren und enthält folgende Teile:

  • Sie umfasst 640 Stunden Theorie (Theorie, Trainig, Diagnostik, Methoden etc.), die als Blockseminare jeweils von Donnerstag bis Samstag stattfinden. In der Regel findet alle 4-8 Wochen ein Blockseminar statt. In den fünf Jahren sind es zusammen 30 Seminare.
  • Die Selbsterfahrung dauert 120 Stunden. Sie findet in einer Blockveranstaltung von 10 Tagen als Familienrekonstruktion und in zwei dreitägigen Blockseminaren statt.
  • Die Supervision umfasst 150 Stunden. Davon sind 50 Stunden Einzelsupervision und 100 Stunden Gruppensupervision. Sie beginnt ungefähr ab dem 3. Weiterbildungsjahr.
  • Die Praktische Tätigkeit (Praktikum) umfaßt 1200 Stunden in der Klinik (pT1) und 600 Stunden in einer ambulanten Einrichtung der Pschotherapie (pT2). Sie kann nur in Einrichtungen gemacht werden, die vom Landesprüfungsamt genehmmigt sind und mit denen das ifs einen Kooperationsvertrag besitzt.
  • Die praktische Ausbildung (eigene Behandlungsstunden) umfasst mind. 600 Stunden. Beginn ca. ab dem 3. Ausbildungsjahr.
  • Das Wahlpflichtangebot (freie Spitze) umfasst ca. 900 Stunden.

Insgesamt umfasst die Ausbildung 4.200 Stunden.

Unsere Erfahrung ist, dass man mit einer halben Stelle die Ausbildung gut schaffen kann. So kann neben der Ausbildung der Lebensunterhalt gesichert werden.

In der Praktischen Ausbildung und unter Umständen auch in der Praktischen Tätigkeit Teil 1 und Teil 2 kann ebenfalls mit einer kleinen Entlohnung gerechnet werden.

 

 

 

Kann ich neben der Ausbildung noch arbeiten?

Die Ausbildung findet in Teilzeitform statt. Das bedeutet, sie ist so angelegt,  dass eine Erwerbstätigkeit möglich ist. Mit einer halben Stelle ist die Ausbildung gut zu schaffen. Bei einem höheren Stundenanteil ist es nur möglich, wenn die Arbeitsstunden sehr flexibel abgegolten werden können.

Im sogenannten Klinikjahr (1.200 Stunden pT1) erwarten die Kliniken in der Regel eine Anwesenheit von drei Tagen in der Klinik - und das nicht am Wochenende.

Je flexibeler die Arbeitsstunden abgeleistet werden können, um so leichter ist es, die Ausbildung und die Erwerbstätigkeit zusammenzubringen.

 

 

 

Werden mir Vorleistungen anerkannt?

Abgeschlossene Weiterbildungen z.B. in Familientherapie führen nicht zu einer Verkürzung der Weiterbildung.  Leider können Weiterbildungen nicht für die Ausbildung anerkannt werden. Das Psychotherapeutengesetz sieht Verkürzungen nur vor, wenn staatlich anerkannte Ausbildungen vor Antritt der Ausbildung besucht worden sind. Das ist sehr bedauerlich, aber eindeutig im Gesetz so beschrieben.

Ebenso können Zeiten, in denen Sie in einer Psychiatrie gearbeitet haben, die vor Beginn der Ausbildung liegen, nicht für die Ausbildung anerkannt werden.

 

 

 

Wie hoch sind die Kosten für die Ausbildung?

Es entstehen folgende Kosten:

Auswahl und Entscheidungsseminar 200,00 €

Für die Ausbildung (Theorieseminare, Selbsterfahrung und Supervision) sind es zusammen 19.000,00 €, die Raten gezahlt werden.

Zusätzliche Kosten entstehen für Literatur und andere persönliche Ausgaben.

Ausgaben für Aus- und Weiterbildungen können i. d. R. steuerlich geltend gemacht werden.

Die Ausbildung findet in Teilzeitform statt, so dass neben der Ausbildung in geringem Umfang gearbeitet werden kann.

 Die Praktischen Ausbildung und unter Umständen auch in der Praktischen Tätigkeit Teil 1 und Teil 2  wird in geringem Umfang entlohnt.

 

 

 

Welche Prüfungen muß ich machen?

Nach 2,5 Ausbildungsjahren findet eine Zwischenprüfung statt, die den Erfahrungs- und Kenntnisstand prüft. Nach Bestehen dieser Prüfung werden AusbildungskandidatInnen zur praktischen Ausbildung zugelassen, in der sie unter Supervision PatientInnen behandeln. Es erfolgt die Erteilung einer vorläufigen Approbation.

Nach Beendigung der Ausbildung schließt sich die staatliche Prüfung an. Sie besteht aus einer schriftlichen Prüfung, die bundesweit am gleichen Tag mit den gleichen Inhalten geschrieben wird. Sie dauert ca. 1,5 Stunden.

Danach folgt eine mündliche Prüfung. Sie besteht aus einer Einzel- und einer Gruppenprüfung.

Nach erfolgreicher Prüfung wird die Approbation beantragt.