Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Inhalte der Ausbildung

Das ifs freut sich, als bundesweit erstes systemisches Institut eine Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie anbieten zu können.

Über das Buchungsformular können Sie sich zu einem regelmäßig stattfindenden Informationsgespräch anmelden.

In 2011 hat unsere erste Ausbildungsgruppe mit 16 Teilnehmer/innen begonnen, in 2012 und in 2014 jeweils eine weitere Gruppe mit 16 Teilnehmer/innen.

Der Termine für den nächsten Kursstart finden Sie unter Termine.

 

 

 

Ziele der Ausbildung

Ziele  

  • Übergeordnetes Ziel ist die Erlangung der Approbation als Kinder- und Jugendlichen­psycho­therapeut/in.
  • auf der Basis der persönlichen Ressourcen eine professionelle Identität als Sys­te­mische/r Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in entwickeln und sich in Thera­pie­prozessen als quali­fizierte/r systemische/r Therapeut/in erfahren
  • einen individuellen therapeutischen Stil entwickeln, der die persönlichen Stärken be­rück­sichtigt und Zufriedenheit in der alltäglichen Berufspraxis ermöglicht
  • Systemisch-familientherapeutische Ideenwelten kennenlernen, in der Praxis er­fah­ren und an­wenden lernen
  • die Entwicklung einer Therapeutenpersönlichkeit auf der Basis wichtiger Ein­flüsse der Her­kunfts­familie und aktueller Lebenszusammenhänge
  • die eigenen Ressourcen als kreatives persönliches und therapeutisches Po­ten­tial er­kennen und ein­setzen lernen
  • die Vielfältigkeit systemisch-familientherapeutischer Interventions- und Arbeits­formen kennenlernen und situationsadäquat in der Arbeit mit Kindern und Jugend­lichen sowie ihren Eltern und Familien einsetzen lernen

Wiederkehrende Elemente in der Ausbildung 

  • Die systemische Selbsterfahrung bildet in den ersten beiden Ausbildungsjahren und besonders in der Familienrekonstruktion einen zentralen Bestandteil.
  • Die Entwicklung der individuellen Therapeutenpersönlichkeit als systemischer Kinder- und Jugend­lichenpsychotherapeut ist Thema in allen Aus­bildungs­ab­schnitten.
  • Während der Ausbildung werden unterschiedliche therapeutische Ansätze, fa­mi­lien­thera­peutische und systemtherapeutische Schulen vorgestellt und trainiert.
  • Während der Blockseminare ist das kontinuierliche Therapeutentraining ein zen­trales di­daktisches Mittel zum Erlernen und Erfahren therapeutischer Kom­pe­tenz
  • Die begleitende Supervision dient der ständigen Begleitung der therapeutischen Praxis.
  • Theorievermittlung, Therapeutentraining, Demonstrationen, Selbsterfahrung, Meta­re­fle­xion, Pro­zess­begleitung greifen ineinander.

 Übergeordnete Lernziele der einzelnen Seminare

  • Kennenlernen und Auseinandersetzen mit grundlegenden Lern- und Aus­bil­dungs­methoden in der Psychotherapie.
  • Entwickeln eines erhöhten Einfühlungsvermögens in die Situation der Patienten durch die Über­nahme oder Identifikation mit der Patientenrolle, Nähe und Distanz zum System.
  • Kennenlernen der eigenen Ressourcen sowie der persönlichen Grenzen und Ent­wick­lungs­mög­lichkeiten im therapeutischen Geschehen durch Video­Feed­back und Feed­back der Trainer und der anderen Ausbildungsteilnehmer.
  • Training der therapeutischen Grundfertigkeiten durch gezieltes Üben, Rollen­spiele, Simul­a­tions­training.
  • Trainieren, Kennenlernen und Anwenden der wichtigsten systemtherapeutischen Techniken und Haltungen.
  • Erkennen eigener problematischer Muster und Kommunikationsstrategien und Er­lernen von Stra­tegien, eigenes Verhalten zu modifizieren.

Zielgruppen und Zugangsvoraussetzungen

Die formalen Zugangskriterien dazu sind im § 5 Abs. 2 PsychThG geregelt.

 

Demnach werden nur Absolventen aus folgenden (Diplom-) Studienfächern zugelassen:

  • Psychologie
  • Pädagogik
  • Sozialpädagogik

Für Ausnahmen und Abweichungen von diesen Zugangskriterien (Master- und Magisterabschlüsse, ausländische Abschlüsse, Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Sonderpädagogik, Musiktherapie, Kunsttherapie) gilt eine Einzelfallprüfung. 

Auch ist das Gesetz ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht an die neuen Studienabschlüsse angepasst. Aufgrund dessen ist jeder Masterabschluss eine Einzelfall-Ausnahmeentscheidung.

Die Einzelfallentscheidung kann erst bearbeitet werden, wenn ein Vorvertrag zwischen Ausbildungsstätte und Teilnehmer geschlossen wird. 

Der neue Studienabschluss muss vom inhaltlichen und zeitlichen Umfang der "alten" Rahmenprüfungsordnung des jeweiligen Diplomstudiengangs entsprechen (das bedeutet zeitlich, dass er mind. 240 ECT-Punkte umfassen muss, so dass ein Bachelorabschluss leider nicht ausreicht).

Vorleistungen wie z. B. Tätigkeit in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie oder eine Weiterbildung im Bereich Familientherapie führen NICHT zu einer Verkürzung der Ausbildung. 

Antworten zu wichtigen Fragen finden Sie auch auf der Internetseite des LPA NRW unter http://www.brd.nrw.de/gesundheit_soziales/landespruefungsamt/Startseite/Struktur_Pr__fungsbereiche/Psychotherapie/Kinder-_und_Jugendlichen_Therapeuten1/Fragen_und_Antworten.html 

  

Theoretische Ausbildung und Selbsterfahrung

Die Theoretische Ausbildung erstreckt sich über 5 Jahre 

 

1. Ausbildungsjahr: 6 Grundlagenseminare à 3 Tage und ein Grundlagenseminar à 4 Tage

Inhalte: Anfangsphase einer Therapie, Kontakt und Kontrakt, Diagnostik, Anamnese, Beziehungsaufbau und Beziehungsgestaltung, Spezifika in der Therapie mit Kindern und Jugendlichen, Einbeziehung von Bezugssystemen, Familientherapeutische Indikationen, Phasen der Therapie, Ideen und Methoden aus anderen Verfahren, Vorbereitung der Familienrekonstruktion.

Selbsterfahrung: Familienrekonstruktion 10 Tage als Kompaktseminar. 

2. Ausbildungsjahr: 7 Grundlagenseminare à 3 Tage

Inhalte: Bedeutung der Bezugssysteme, Motivation und Widerstand, Bedeutung von Krisen für das Familiensystem, Störungsspezifische Seminare, Angststörung, Störungen des Sozialverhaltens, ADHS, Entwicklungsstörungen, Methoden- und Technikseminare der Systemischen Therapie.

Selbsterfahrung: 1 Seminar à 3 Tage

3. Ausbildungsjahr: 6 Grundlagenseminare à 3 Tage,

Inhalte: Störungsspezifische Seminare, Bindungsstörungen, Psychosomatik, Psychotische Störungen, Ausweitung der systemischen Therapie durch hypnosystemische Ideen, Gruppentherapie, Familienmedizin.

Selbsterfahrung: 1 Seminar à 2 Tage 

4. Ausbildungsjahr: 4 Grundlagenseminare à 3 Tage, ein Seminar à 2 Tage (Prüfungsvorbereitung)

Inhalte: Störungsspezifische Seminare zu PTSD, DIS, Suchterkrankungen, sexuellen Problemen, Methoden und Techniken der systemischen Therapie, Kriseninterventionen in der KJ-Therapie

5. Ausbildungsjahr: 3 Grundlagenseminare à 3 Tage und 1 Seminar à 2 Tage (Prüfungscoaching)

Inhalte: Vertiefende systemische Fragestellungen und Interventionen, VT als Ergänzung zur systemischen Therapie, hypnotherapeutische Ideen, provokative Therapie, tiefenpsychologische Ideen. Prüfungsvorbereitung und Prüfungscoaching.

 

Selbsterfahrung:

Die Selbsterfahrung ist systemisch orientiert und umfasst mindestens 120 Stunden. Sie wird be­gleitend zur Ausbildung in der Regel in der ersten Hälfte der Aus­bildung vor der Zwischenprüfung ge­leistet.

Der Beginn der Selbsterfahrung ist Vor­aus­set­zung für die Teilnahme an der Zwischenprüfung und den Beginn der Pa­tienten­be­hand­lung. Sie findet als Gruppenselbsterfahrung in Form einer Familien­re­kon­struk­tion 10 Tage (90 Ustd.) im 1. Ausbildungsjahr und in 2 weiteren Selbst­er­fah­rungs­se­minar­en zu 24 bzw. 16 Ustd. jeweils im 2. und 3. Ausbildungsjahr statt.

Im Einzelfall kann Einzelselbsterfahrung sinnvoll sein. Diese wird dann von den Selbst­erfah­rungs­leitern empfohlen und ist nicht in den Gesamtkosten enthalten.

 

 

 

 

Praktische Tätigkeit Teil 1

Die Praktische Tätigkeit Teil 1 umfasst mindestens 1.200 Stunden und muss an einer kinder- und jugend­psychiatrischen klinischen Einrichtung, die im Sinne des ärztlichen Weiter­bildungs­rechts zur Weiter­bildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psycho­therapie zuge­lassen ist, ab­ge­leistet werden. Diese Einrichtung muss als Ko­opera­tions­partner des ifs durch das Landesprüfungsamt NRW genehmigt sein. Während der praktischen Tätig­keit in der psychia­trisch-­klinischen Einrichtung ist der Ausbildungskandidat jeweils über einen längeren Zeit­raum an der Diagnostik und der Be­hand­lung von mindestens 30 Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung der bedeutsamen Be­zie­hungs­per­sonen zu beteiligen.

Das ifs und die kooperierenden Kliniken erwarten im Sinne einer kontinuierlichen und qualitativ hoch­wertigen Ausbildung, dass die Kandidaten im Regelfall zusammen­hängend über den Zeitraum eines Jahres ihre Tätigkeit an der psychiatrischen Einrichtung absolvieren. In besonderen Fällen kann die klinische Zeit auch über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Über den Inhalt der praktischen Tätig­keit wird dem Ausbildungskandidaten von der Klinik ein Zeugnis ausgestellt.

Kooperationspartner des ifs für die Praktische Tätigkeit Teil 1 (1.200 Stunden) sind folgende Kinder- und Jugendpsychiatrien:

Marl-Sinsen, Viersen, Duisburg, Essen, Bochum, Datteln, Dortmund, Rieden, Bad Neuenahr, Gelsenkirchen, Remscheid, Aschendorf, Bedburg-Hau.

Praktische Tätigkeit Teil 2

Die Praktische Tätigkeit Teil 2 umfasst mindestens 600 Stunden und dient dem Erwerb erster prak­tischer Erfahrungen mit Patienten. Das ifs kooperiert mit unterschiedlichen Einrichtungen, die der psycho­therapeutischen und psycho­so­ma­tischen Versorgung von Kindern und Jugend­lichen dienen und über ein breites Be­hand­lungs­spek­trum gemäß IDC 10 verfügen.

Kooperationspartner des ifs für die Praktische Tätigkeit Teil 2 (600 Stunden) sind folgende Einrichtungen (in der Regel Praxen für Kinder- und Jugendpsychiatrie):

Essen, Ahlen, Duisburg, Köln, Weilerswist, Wuppertal, Herdecke, Viersen,  Soest, Düsseldorf, Neuss, Dortmund, Drensteinfurt, Gummersbach, Dinslaken, Dorsten, Münster, Witten, Bochum, Krefeld.

 

 

 

Praktische Ausbildung

Die Praktische Ausbildung ist Teil der vertieften Ausbildung im Verfahren Systemische Therapie. Sie dient dem Erwerb sowie der Vertiefung von Kenntnissen und praktischen Kompetenzen bei der Be­hand­lung von Patienten mit Störungen mit Krank­heitswert nach § 1 Abs. 3 Satz 1 des Psycho­thera­peu­ten­gesetzes. Sie umfasst mindestens 600 Behandlungsstunden unter Supervision in mindestens 10 Patienten­be­hand­lungen.  

Mit den Be­handlungen kann frühestens nach der erfolgreichen Teilnahme an der Zwischen­prüfung, und der damit verbundenen vorläufigen Erteilung der Behandlungserlaubnis be­gon­nen werden.

Die Behandlungsfälle werden so zugewiesen bzw. sind so zusammenzustellen, dass das Spektrum der Störungen mit Krankheitswert, bei denen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie indiziert ist, sowie die ver­schie­den­en Stufen des Kindes- und Jugendalters abgedeckt sind.

Mindestens folgende Verteilung ist dabei ein­zuhalten:

  • Altersstufen: mindestens je eine Behandlung muss einen Patienten im Vorschulalter bzw. frühen Grundschulalter, einen im Grundschulalter und einen im Jugendalter betreffen.
  • Störungsbilder: mindestens je eine Behandlung sollte sich auf die folgenden Störungsbilder be­ziehen: Angst- oder Zwangsstörung, ADHS-Symptomatik, Störung des Sozialverhaltens und Störung der Sauberkeitsentwicklung.
  • Außerdem sollte mindestens je eine Behandlung einer depressiven Störung, einer Essstörung oder einer Psychose vorkommen.
  • Es soll eine angemessene Anzahl von Kurzzeit- und Langzeittherapien enthalten sein.
  • Es sollen in ausreichender Zahl Sitzungen mit dem Gesamtsystem durchgeführt werden.

Die Praktische Ausbildung erfolgt in der Institutsambulanz des ifs sowie in den Lehr­praxen, mit denen das ifs einen Kooperationsvertrag geschlossen hat. 

Kooperationspartner für die Praktische Ausbildung (600 Therapiestunden) sind in folgenden Orten:

Essen, Ahlen, Duisburg, Köln, Weilerswist, Wuppertal, Herdecke, Viersen,  Soest, Münster, Köln, Dortmund, Drensteinfurt, Dorsten, Düsseldorf, Dinslaken, Witten, Bochum, Krefeld.

 

 

Begleitende Supervision

Die Psychotherapieprozesse im Rahmen der Praktischen Aus­bil­dung werden durch min­destens 150 Super­vi­sions­stunden begleitet. Davon sind 50 Stunden als Einzelsupervision zu er­bringen und 100 Stunden als Gruppensupervision.  Die Super­visionsstunden sind gleich­mäßig auf den Zeitraum der Behandlungsstunden zu verteilen. Die Super­visions­stunden sind ins­ge­samt bei mindestens drei verschiedenen anerkannten Supervisoren des Instituts zu ab­sol­vieren. Die Super­visionssitzungen finden in der Regel in den Räumen des Supervisors oder in den Unterrichtsräumen des ifs statt.

Werden Supervisionsstunden versäumt, müssen diese auf eigene Kosten nachgeholt werden. Werden über die 150 Stunden hinaus Super­vi­sions­stunden erforderlich, sind diese in der Regel im Gruppen­format zu ab­solvieren und müssen durch die Teilnehmer zu­sätz­lich finanziert werden.

Während der praktischen Ausbildung hat der Ausbildungskandidat mindestens 6 anonymisierte schrift­­liche Falldarstellungen über eigene Patientenbehandlungen, die unter Supervision stattgefunden haben, zu erstellen. Sie sind nach dem vom ifs vor­ge­gebenen Muster zu dokumentieren. Mindestes einer dieser Fälle wird im mündlichen Teil der staat­lichen Prüfung als Nachweis über die erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten heran­ge­zogen (vgl. § 7 Abs. 2 (4) und § 17 Abs. 2  KJPsychTh-APrV).

Von jedem der 10 durchgeführten Behandlungsfälle ist mindestens eine Sequenz zusätzlich per Video zu dokumentieren und dem Supervisor vorzustellen. Ersatzweise ist hier auch Life-Supervision mög­lich.

Zusätzlich führen die Ausbildungsteilnehmer einen Nachweis über ihre Therapiesitzungen in Form von anonymisierten Kurz­protokollen, die vom Supervisor im Studienbuch abgezeichnet werden.  

 

 

Freie Spitze / Wahlpflichtangebot

Wahlpflichtangebot - sog. „freie Spitze“

Die "freie Spitze" dient der Vertiefung von Wissen und Fähigkeiten in bestimmten Be­reichen des psychotherapeutischen Arbeitens. Dadurch kann eine individuelle Schwerpunktsetzung innerhalb der Ausbildung erfolgen.

Das Wahlpflichtangebot umfasst im ifs im Einzelnen:

  • Selbstorganisierte Studiengruppe / „Peergruppe“
  • Angeleitetes Literaturstudium
  • Auswertung / Nachbereitung der Behandlungsstunden
  • Erstellung der Fallberichte
  • Fakultative Zusatzseminare des ifs(z.B. Traumatherapie, Marte Meo, KOF - Der Besuch zusätzlicher Seminare ist mit zusätzlichen Kosten verbunden)
  • Besuche von Kongressen und Tagungen (im Einzelfall auch Workshops in anderen Ausbildungszusammenhängen)
  • Überhang aus der Theorieausbildung
  • Überhang aus der Praktischen Ausbildung / zusätzliche Behandlungsstunden
  • Überhang aus der Praktischen Tätigkeit

 

 

 

 

Abschlussprüfung

Für die Zulassung des Prüfungskandidaten zur staatlichen Abschlussprüfung ist ein positives Votum der Aus­bil­dungs­­leitung des ifs erforderlich.

Diese stellt dann eine Teil­nahme­bescheinigung nach § 1 Abs. 4 KJPsychTh-APrV (Anlage 2 der KJPsychTh-APrV) aus, wenn der Ausbildungskandidat folgende Unter­lagen vollständig eingereicht hat:

  • Ordnungsgemäß geführtes Studienbuch als Nachweis über mind. 4.200 Stunden, im Einzelnen sind dies:
  • mind. 1.800 Stunden Praktische Tätigkeit (siehe Punkt 2 der Ausbildungs- und Prü­fungs­ord­nung des ifs iVm § 2 KJPsychTh-APrV)
  • mind. 600 Stunden Theoretische Ausbildung (siehe Punkt 3 der Ausbildungs- und Prü­fungs­ordnung des ifs iVm § 3 KJPsychTh-APrV)
  • mind. 600 Stunden Praktische Ausbildung unter Supervision (siehe Punkt 4 der Aus­bil­dungs- und Prüfungsordnung des ifs iVm § 4 KJPsychTh-APrV)
  • mind. 150 Stunden Supervision (siehe Punkt 4 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung des ifs iVm § 4 KJPsychTh-APrV)
  • mind. 120 Stunden Systemische Selbsterfahrung (siehe Punkt 4 der Ausbildungs- und Prü­fungsordnung des ifs iVm § 5 KJPsychTh-APrV)
  • mind. 930 Stunden Wahlpflichtangebot „Freie Spitze“ (siehe Punkt 7 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung des ifs)
  • Dokumentation von 10 Patientenbehandlungen, mindestens 10 anonymisierte schriftliche Fall­dar­stellungen über eigene Patienten­behandlungen, die unter Supervision stattgefunden haben und vom Supervisor (inkl. je einer Sequenz auf Video bzw. als Live-Supervision) ab­ge­nommen wurden. Davon sind zwei Fälle ausdrücklich als Prüfungsfälle zu kennzeichnen.
  • Nachweis der vollständig beglichenen Ausbildungskosten

Nach § 7 KJPsychTh-APrV entscheidet die zuständige Behörde (in NRW ist dies bei der Bezirks­re­gie­rung Düsseldorf das Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie) über die Zu­las­sung des Prüflings zur staatlichen Prüfung.

Dem schriftlichen Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung sind folgende Unterlagen beizufügen (§ 7 Abs. 2 KJPsychTh-APrV):

  • die Geburtsurkunde und alle Urkunden, die eine spätere Namensänderung ausweisen.
  • der Nachweis über die bestandene Abschlussprüfung im Studiengang Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt, eine Bescheinigung über eine gleichwertige Aus­bil­dung nach § 5 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b oder c des Psycho­the­ra­peut­en­ge­setzes, der Nach­weis über die bestandene Abschlussprüfung im Studien­gang Pädagogik oder Sozial­päda­go­gik oder eine Bescheinigung über eine gleichwertige Ausbildung nach § 5 Abs. 2 Nr. 2 Buch­stabe c oder d des Psychotherapeutengesetzes,
  • die Bescheinigung nach § 1 Abs. 4 über die Teilnahme an den Aus­bil­dungs­ver­anstaltungen
  • mindestens zwei Falldarstellungen nach § 4 Abs. 6, die von der Aus­bil­dungs­stätte als Prü­fungs­fall angenommen wurden.

Die Prüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil.

 

 

 

Ausbildungsorganisation

  • Einführungs- und Auswahlseminar 2 Tage                              16 UStd.
  • Theorieseminare 75 Tage                                                      600 UStd.
  • Selbsterfahrung – Familienrekonstruktion 9 Tage                   80 UStd.
  • Therapeutenselbsterfahrung 6 Tage                                       48 UStd.
  • Gruppensupervision (25 Sitzungen à 4 UStd.)                       100 UStd.
  • Einzelsupervision                                                                     50 UStd.
  • Studiengruppe/Peergruppe                                                   350 UStd.
  • Vor- und Nachbereitung der Behandlungsstunden                150 UStd.
  • Praktische Ausbildung Behandlungsstunden                         600 UStd.
  • Angeleitetes Literaturstudium                                               250 UStd.
  • Schreiben der Fallberichte und Kurzprotokolle                 80-150 UStd.
  • 8 Fallberichte, 8 Videos, je Fallbericht ein Video
  • Praktische Tätigkeit in der Klinik                                            1.200 Std.
  • Praktische Tätigkeit in einer ambulanten Einrichtung               600 Std.

Zusammen mehr als 4.200 Std. / Ustd

 

 

Kosten- und Finanzierung

Die Kosten werden sich auf ca. 19.000,00 Euro belaufen und können in Raten über 5 Jahre gezahlt werden.

Sie sind bezahlbar in einer Anfangsrate von 1.600,00 Euro und 60 monatlichen Raten von 290,00 Euro.

Hinzu kommen eine einmalige Aufnahmegebühr von 100,00 Euro sowie Prüfungsgebühren (Zwischenprüfung 100,00 Euro und Abschlussprüfung 400,00 Euro)

Refinanzierung durch die bezahlten Psychotherapiestunden im Rahmen der praktischen Ausbildung: Minimum 600 x 15,00 Euro = 9.000,00 Euro.

 

 

Einführungs- und Auswahlseminare

Die Einführungs- und Auswahlseminare geben die Möglichkeit, sich mit Theorie und Praxis des systemischen Ansatzes zu beschäftigen, und die erlebnis- und erfahrungsorientierte Didaktik des Lehrens und Lernens im ifs zu erfahren.

Um eine gute Zusammenstellung der Kursgruppen zu gewährleisten, sollen die Einführungsseminare Ihnen und uns helfen festzustellen, ob die Ausbildung in die persönliche Entwicklung passt und im Zusammenhang mit der Berufserfahrung und Perspektive als günstig prognostiziert werden kann.

Die große zeitliche Beanspruchung der Ausbildung bedarf einer guten Entscheidung, um das Ausbildungsziel zu erreichen.

Die Kosten für die Einführungs- und Auswahlseminare belaufen sich auf 200,00 Euro.

Sie finden in Essen statt und umfassen 16 UStd.

Termine und Anmeldung

Termine der Blockseminare des nächsten Kurses stehen noch nicht fest!

 

Termin für das Einführungs- und Auswahlseminar steht noch nicht fest!

 

Zur Ausbildung können Sie sich nicht direkt anmelden.

Die Teilnahme an einer Informationsveranstaltung und an einem Auswahlseminar/ -tag sind verpflichtend.

 

Anmeldung zur Informationsveranstaltung hier:

28.09.2016 - 28.09.2016 in Essen Jetzt Anmelden
07.12.2016 - 07.12.2016 in Essen Jetzt Anmelden