Institutsambulanz

Institutsambulanz des ifs

Institut für Systemische Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung

Dreiringstr. 11 in 45276 Essen (Steele)

(Postanschrift: Bochumer Str. 50,  45276 Essen)

Tel.  :    0201 - 33 00 491

Fax. :    0201 - 848 65 70

Mail:     info@ifs-ambulanz.de

Web:    www.ifs-ambulanz.de

 

Die Institutsambulanz des ifs hat sich zum Ziel gesetzt, im Raum Essen ein Angebot im Rahmen von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie vor systemischem Hintergrund anzubieten. Dabei stehen familientherapeutisch-systemische Ansätze im Mittelpunkt. Darüber hinaus ist die Arbeit mit von Trauma betroffenen Menschen und ihren Familien ein bedeutsamer Schwerpunkt. Das ifs will als Ausbildungsstätte und Fort- und Weiterbildungsträger mit seiner Ambulanz in Essen-Steele eine Möglichkeit zur therapeutischen bzw. beraterischen Hilfe für Kinder und Jugend¬liche und ihren Familien anbieten. Die Ambulanz des ifs bietet Patienten Behandlungsmöglichkeiten in systemischer Kinder- und Jugendtherapie und in Familientherapie an. Die Finanzierung der Psychotherapie kann über unterschiedliche Wege erfolgen.

Patientinnen und Patienten mit psychischen und/oder psychosomatischen Leiden können sich telefonisch zu einem Gespräch anmelden.

Die Psychotherapieambulanz bemüht sich um eine schnelle Bearbeitung der Patientenanfragen.

Wird eine Indikation festgestellt, erfolgt eine Vermittlung an die Kinder- und Jugend-lichen-Psychotherapeuten/innen in Ausbildung (PiA) des Instituts (unter weiterer enger Begleitung eines erfahrenen Supervisors des ifs) oder an einen Familientherapeuten in der Ambulanz.

Kontaktdaten, Rahmenbedingungen und Kosten

• Bitte nehmen Sie bei Interesse zunächst telefonisch Kontakt mit der Institutsambulanz des ifs auf. Tel: 0201 / 33 00 491

• Termine werden nur nach vorheriger telefonischer Absprache vereinbart.

• Die Finanzierung der therapeutischen Leistung kann über die private Krankenversicherung oder als Selbstzahler erfolgen. In Einzelfällen ist eine Finanzierung durch die Jugendhilfe oder gem. dem Opfer-Entschädigungs-Gesetz möglich

• Für die Therapie stehen erfahrene Systemische Therapeuten, Familientherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder Kollegen/innen in fortgeschrittener Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichentherapeuten zur Verfügung.

Wann ist systemische Therapie angezeigt?

Einige Anmerkungen zur Systemischen Therapie

Die Systemische Familientherapie ist in den vergangenen Jahren zu einem der anerkanntesten therapeutischen Ansätze in Deutschland und Europa geworden. Sie gilt heute für viele Problemsituationen und Konflikte in Familien und bei vielen psychiatrischen Symptomen von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen, als das Mittel der Wahl. Die Effektivität, die Lösungsorientierung, das Ansetzen im Hier und Jetzt der Klienten, die Ressourcenorientierung und die geringe Sitzungsfrequenz und damit die geringen Kosten sind nur einige Gründe für die Popularität. Seit Dezember 2008 ist die systemische Therapie vom Wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie wissenschaftlich anerkannt. Im November 2019 erfolgte endlich auch die sozialrechtliche Anerkennung der Systemischen Therapie. Seit diesem Zeitpunkt ist die Abrechnung systemischer Psychotherapie für Erwachsene auch über die Gesetzlichen Krankenkassen möglich.

 

Problembeschreibungen, in denen systemische Therapie / Familientherapie angezeigt ist:

• Eltern mit einer sehr belastenden Paar- oder Individualproblematik, die dadurch erkennbar wird, dass die Verantwortlichkeit und der Blick der Eltern für die Kinder verloren geht und diese so nicht die notwendige Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen.

• Fehlender Rahmen oder fehlende Orientierung für die nötige Sicherheit, um eine positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gewährleisten zu können.

• Prinzip der Mehrgenerationenproblematik mit Wiederholungen von Problemen (Gewalt, Alkohol, Vernachlässigung, etc.), die in der Ursprungsfamilie der Eltern bereits ihre traditionelle Verankerung hatten (hierbei ist eine begleitende Hilfe gerade für junge Familien be¬deutsam).

• Mangelnde Bindungsstärke und Bindungsfähigkeit. Eltern, die bereits in ihren Herkunftsfamilien nicht sicher gebunden waren, können ihren Kindern nicht die notwendige Bindungssicherheit geben, was nicht selten zu körperlicher und seelischer Vernachlässigung führt. Mangelnde Bindungserfahrungen führen zu einer erhöhten Vulnerabilität für Traumafolgestörungen.

• Innerfamiliäre Traumatisierung durch Gewalt, Alkohol, Vernachlässigung und sexuelle Gewalt führt bei Kindern und Jugendlichen zu deutlichen Symptomen wie körperlichen und seelischen Entwicklungsstörungen, Schulschwierigkeiten, einem Pseudo-„ADHS“, Ess¬störungen, Problemen im Sozialverhalten und vielen anderen Traumafolgestörungen.

• Trennungs- und Scheidungssituationen stellen für viele Kinder und Jugendliche problematische Situationen dar, in denen sie besondere Unterstützung und Hilfe benötigen.

• Besonders in zusammengesetzten Patchwork - Familien kommt es oft dazu, dass die Aufmerksamkeit und Zuwendung für die Kinder ungleich verteilt wird, es entsteht Konkurrenzverhalten und Ausschluss, sowie Ausgrenzung.

• Emotionale Störungen und Defizite Einzelner wirken sich negativ auf die Beziehungsstrukturen im familiären System aus. Hierdurch werden Spannungen erzeugt, die sich belastend auf das familiäre Klima auswirken.

• Verwischungen von Lebensgrenzen und Generationskonflikte zwischen Kindern und Jugendlichen und deren Eltern lassen erwarten, dass sich aggressive Verhaltensweisen entwickeln, die dazu führen können, dass Konflikte zwischen Kindern und Eltern auf unerwünschten Ebenen ausgetragen werden.

• Kinder, die wenig Perspektiven für sich entwickeln können, verlieren Grundhaltungen, z. B. bezüglich des regelmäßigen Schulbesuchs. Sie setzen sich häufig außerhalb der Familie zur Wehr. Ihr Sozialverhalten führt zu einer ausgeprägten Gefährdung im sozialen Umfeld für sich selbst und für andere.

• u.v.m. Studien haben gezeigt, dass Systemische Therapie bei vielen unterschiedlichen Symptomen und Problemen angezeigt ist. Familien und ihre Mitglieder benötigen in diesen und anderen Situationen besondere Unterstützung und Hilfsangebote, um ihre Ressourcen wieder zu entdecken, zu stärken, Lösungen für ihre Lebenssituation zu entdecken, Symptome zu heilen, bei Entwicklungsdefiziten nachzureifen. Es geht darum, Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe und in ihrer elterlichen Präsenz zu stärken, damit sie dadurch nicht zuletzt auch eigene Lebenshoffnung wiederfinden.