Levy, Suzanne

Ph.D. Suzanne Levy ist lizenzierte klinische Psychologin und Direktorin des ABFT Training Programm am College of Nursing and Health Professions der Drexel University, Philadelphia, PA / Mit-Begründerin ABFT (Attachment-Based Family Therapy).

Dr. Levy koordiniert und leitet nationale und internationale ABFT-Workshops und Supervision für Therapeuten. Sie betreut die ABFT-Behandlungen in klinischen Studien des Drexel Center for Family Intervention Science und ist Co-Autorin des ersten Buches über ABFT. Dr. Levy ist zertifizierte Trainerin für alle Ebenen der ABFT-Ausbildung sowie zertifizierte Supervisorin.

Arbeitsschwerpunkte

 

Attachment-Based Family Therapy

(ABFT)

Die Attachment-Based Family Therapy ist das einzige manualisierte, empirisch gestützte Familientherapie-Modell, das speziell entwickelt wurde um auf den Bezug von Familien- und Individualprozessen und Depressionen und Suizidalität bei Jugendlichen abzuzielen. ABFT entwickelte sich aus interpersonellen Theorien, die annehmen, dass Depressionen und Suizide bei Heranwachsenden herbeigeführt, verschlimmert oder auch abgefedert werden können durch die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen in der Familie. Es ist ein auf Vertrauen basierendes, emotionsfokussiertes Psychotherapie-Modell, das darauf ausgerichtet ist, zwischenmenschliche Brüche zu reparieren und eine emotionell schützende, auf Sicherheit basierende Eltern-Kind-Beziehung wieder aufzubauen.

ABFT wird auch im SAMHSA’s National Registry of Evidence-based Programs and Practices (NREPP) geführt.

 

Das ABFT-Modell ist erwachsen aus der Tradition der Strukturellen Familientherapie (Minuchin, 1974), wird allerdings ergänzt durch zeitgenössischere systemische Ansätze wie die Multidimensionale Familientherapie (Liddle, 1999) und die Emotionsfokussierte Therapie (Greenberg und Johnson, 1988).

Die Bindungstheorie (Bowlby, 1969) liefert den übergreifenden Rahmen für das Verständnis und die Eingriffe im Rahmen des klinischen Prozesses. Ohne dabei biologische Faktoren zu ignorieren, vermuten ABFT-Therapeuten, dass Familienkonflikte, Loslösungen, harsche Kritik oder familiäre Traumata (z.B. Vernachlässigung, Missbrauch) Depressionen bei Jugendlichen verursachen, andauern lassen und/oder verstärken können. Die Auswirkungen dieser Prozesse werden noch verschärft, wenn von den Eltern keine Unterstützung dahingehend ausgeht, den betroffenen Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung diese Erfahrungen zu helfen. Wenn Jugendliche umgekehrt ihre Eltern im Rahmen der Attachment Based Family Therapy als umsorgend, schützend und Autonomie gewährend wahrnehmen, bietet die Familie eine sichere Basis, um Stressfaktoren gewachsen zu sein.