28.-29.09.2018_Jubiläumstagung - Systemisches Arbeiten in veränderten Zeiten

 

Die Jubiläumstagung des ifs zum 30. Geburtstag findet vom

Fr. 28.09. – Sa, 29.09.2018 in Essen statt.

 

Folgendes Thema soll uns dabei leiten: Systemisches Arbeiten in veränderten Zeiten

 

Wir leben unbestreitbar in unruhigeren Zeiten, die uns und unser tägliches Leben beeinflussen: politische Debatten um rechte und linke Parteien - rechtes national-sozialistisches Gedankengut, das scheinbar für einen größer werdenden Teil der Gesellschaft attraktiv wird - Terrorismus der islamischen Extremisten - der Populismus und die Problematiken des politischen und gesellschaftlichen Ringens um konsensfähige Lösungen - ver¬änderte Parteienlandschaften und Mehrheiten in den Staaten Europas sowie der Brexit - das Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich in Deutschland, aber vor allem weltweit - die aufbrechende Gerechtigkeitsdebatte - der scheinbar größer werdende Teil der Gesellschaft, der sich als „abgehängt“ erlebt, etc.

All das führt zu spürbaren klimatischen Veränderungen in der deutschen Gesellschaft. Nach 60 Jahren Frieden und ständig steigendem Wohlstand, fühlt es sich auf einmal nicht mehr so sicher an und auch durch die zahlreichen Menschen, die aktuell ihre Heimat verlieren und jetzt bei uns in Deutschland Zuflucht suchen, ist die Armut und Verzweiflung beispielsweise aus dem afrikanischen Raum bis nach Deutschland spürbar. Hinzu kommen die Generation Y und die noch zu erwartenden Veränderungen und Auswirkungen in den nachfolgenden Generationen, die sich durch die gesellschaftliche Situation und die fortschreitende Medialisierung politisch kaum gesehen und repräsentiert erleben. Und auch mit tiefgreifenden Veränderungen im deutschen Gesundheitssystem ist zu rechnen.

Aber auch in der Systemischen Welt gibt es viele Veränderungen: Die Systemische Therapie steht vor der sozialrechtlichen Anerkennung und wird schon bald „auf Rezept“ zu bekommen sein, gleichzeitig sehen wir viele Felder in denen der systemische Ansatz bereits zum Verfahren der Wahl geworden ist. Aber es gibt auch eine verstärkte Diskussion darüber, was eigentlich systemisches Arbeiten ist und was nicht. Viele Kolleginnen und Kollegen suchen Klarheit, weil es schick geworden ist zu sagen: „Ich arbeite systemisch“. Neue, vor allem manualisierte Verfahren der Systemischen Therapie haben in Studien gezeigt, wie erfolgreich Systemische Therapie sein kann, aber diese Methoden zeigen in eine ganz andere systemische Richtung, als der in Deutschland verbreitete Konstruktivismus.

Waren systemisch arbeitende Therapeutinnen, Supervisoren, Beraterinnen oder Coaches lange gefühlt eine Minderheit und eher eine Bewegung, die den traditionellen Beratermarkt mit frischem Wind versorgte und für Innovation stand, so gehört der Systemische Ansatz mittlerweile zum Establishment von Beratung und Psychotherapie.

 

In diesen bewegten Zeiten feiert nun das ifs seinen 30. Geburtstag. Wir möchten das mit einer Tagung tun, in deren Rahmen wir uns den Veränderungen und Übergängen sowohl in unserer Gesellschaft, wie auch in unserem eigenen konzeptionellen Denken, Handeln und Fühlen stellen und mit Ihnen und Euch diskutieren und gemeinsam lernen wollen.

 

 

 

Tagungsprogramm

Freitag, 28.09.2018VormittagsEröffnung und Grußworte
Jürgen Kriz: Gesellschaftliche und gesundheitspolitische Herausforderungen an die Entwicklung der systemischen Therapie und Beratung. Stand – Gefahren – Möglichkeiten.
Ulrike Borst: Aufrechter Gang, Nase am Boden - und andere zukunftsfähige systemische Haltungen
Rainer Schwing und Reinert Hanswille: Was ist es denn nun ST – What`s on in der ST
nachmittagsverschiedene Workshops (weitere Informationen dazu folgen noch)
AbendsTagungs- Jubiläumsfest zum 30. Geburtstag
Samstag, 29.09.2018vormittagsLiz Nicolai: "Gibt es da auch Tools dazu?" - Die Sehnsucht nach dem Rezeptbuch "Therapie" – Ist systemisches Arbeiten die Aneinanderreihung von Tools?
Enno Hermans: Von Irrungen, Wirrungen und Wendungen - systemisches Arbeiten in Krisen
Tom Levold: Diagnose systemisch - Chancen und Probleme der Entwicklungen im systemischen Feld
Reinert Hanswille: Systemische Entwicklungen in der Zukunft - mit und ohne Glaskugel
ca. 15:00 UhrTagungsende

 

 

Organisatorisches

Termin:28. - 29.09.2018
Ort:Essen
Dauer: 1,5 Tage
Kosten:

190,00 EUR

180,00 EUR für DGSF- und SG- Mitglieder

150,00 EUR* für ifs´ler (ehemalige und aktuelle Teilnehmer/innen)

In den Kosten sind jeweils ein Mittags-Imbiss, Pausengetränke sowie das Tagungsfest enthalten.
Anmeldeschluss:6 Wochen vor Beginn
PTK - Fortbildungspunkte:

Dieser Fachtag wurde durch die Psychotherapeutenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung akkreditiert.

Approbierte Psychotherapeuten/innen können sich xxx Fortbildungspunkte anrechnen lassen.

* TeilnehmerInnen und AbsolventInnen von mehrjährigen ifs-Weiterbildungen zahlen den reduzierten Preis, wenn Sie bei der Buchung im Buchungsformular unter „Zusatzinformationen“ ihre ifs-Kursnummer angeben!