10.01.2019_JUGENDHILFE – Neue Anforderungen im Medienzeitalter

JUGENDHILFE – Neue Anforderungen im Medienzeitalter

Fachlich gestalten zwischen Datenschutzgrundverordnung und allgegenwärtiger Internetkommunikation

 

Die Digitalisierung verändert die Jugendhilfe nachhaltig. Kinder, Jugendliche, Fachkräfte und andere Akteure des Feldes kommunizieren tagtäglich über Neue Medien. Doch das ist oft nicht unproblematisch, wenn etwa nicht sichergestellt ist, dass die Kommunikation im Kontext der Jugendhilfe sicher und im Einklang mit dem EU-Datenschutzrecht erfolgt. Die Verantwortlichen müssen dabei mit unkalkulierbaren Haftungsrisiken für ihre Einrichtungen rechnen, mit Bußgeldern oder sogar mit persönlichen Strafrechtsfolgen bis hin zu Freiheitsstrafen, wenn Geheimnisse der Klientinnen und Klienten nicht geschützt werden. Außerdem bedarf es neuer medienspezifischer Kompetenzen bei den Fachkräften und neuer Konzepte in den Einrichtungen. Dann ist es möglich, die Chancen des Medienzeitalters zu nutzen und zugleich den Risiken wirksam entgegenzutreten. Schließlich zeigen Studien, dass Menschen durch Internet und Neue Medien erreicht werden können, die sonst nicht zu erreichen wären. Außerdem können etwa im Bereich von Beratung und Therapie hochwirksame Interventionen realisiert werden. Dazu bedarf es allerdings eines medienspezifischen Grundwissens und der Entwicklung zukunftsweisender Konzepte. Der Fachtag gibt zu diesen Fragen einen Überblick und regt an, sich in der Jugendhilfe nicht von den Medienentwicklungen überrollen zu lassen, sondern das Medienzeitalter aktiv mitzugestalten.  

 

 

Referent/in: Joachim Wenzel

Langjährige Beratungs- und Leitungstätigkeit in der Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden und der daran angeschlossenen Krisenberatungsstelle (Face to Face-, Mail- und Telefonberatung). Mehrjährige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz: Aufbau des Arbeitsbereichs "Jugend, Geld und Schulden: Interventions- und Präventionskonzepte". Promotion zum Thema "Wandel der Beratung durch Neue Medien". Begründer des Portals und Netzwerks „Vertraulichkeit in Beratung und Therapie“: www.vertraulichkeit-datenschutz-beratung.de 

 

 

 

Organisatorisches

Referent/in:Joachim Wenzel
Termin:10.01.2019
Ort:Essen
Dauer: 1 Tage / 7 UStd.
Kosten:

98,00 EUR *

90,00 EUR für DGSF / SG - Mitglieder

In den Kosten sind ein Mittags-Imbiss und Pausengetränke enthalten.
Anmeldeschluss:6 Wochen vor Beginn
PTK - Fortbildungspunkte:

Dieser Fachtag wird durch die Psychotherapeutenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung akkreditiert.

Approbierte Psychotherapeuten/innen können sich 6 Fortbildungspunkte anrechnen lassen.

* TeilnehmerInnen und AbsolventInnen von mehrjährigen ifs-Weiterbildungen zahlen den reduzierten Preis, wenn Sie bei der Buchung im Buchungsformular unter „Zusatzinformationen“ ihre ifs-Kursnummer angeben!

 

 

10.01.2019 - 10.01.2019 in Essen Jetzt Anmelden