Aufbaukurs: Systemische Familientherapie

Die Aufbau-Weiterbildung Systemische Familientherapie richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits über eine abgeschlossene systemische Beratungsweiterbildung (DGSF anerkannt) ver­fügen .

 

Um direkt in den Aufbaukurs einsteigen zu können, muss der Abschluss einer DGSF-anerkannten Weiterbildung in "Systemischer Beratung" vorliegen.Wenn dieser (noch) nicht vorliegt, können Sie uns gerne auf Möglichkeiten des Quereinstiegs ansprechen.

Einführung in die Weiterbildung

Konzept

Die Systemische Beratung und Familientherapie ist eine psychosoziale Sichtweise von Störungen und Kon­flikten. Der systemische Ansatz geht dabei von einem ganzheitlichen Menschen­bild aus und sieht Familien, Gruppen oder Organisationen als lebendige Organismen, die in einem ständigen Prozess stehen.

Systemische Beratung und Familientherapie erweitern den psychotherapeutischen Bezugs­rahmen vom Einzelnen auf das gesamte System, z. B. die Familie.

Dabei wird der Hilfesuchende (Familienmitglied oder Mitarbeiter) als Symptomträger ge­sehen und nicht als Ursache einer Störung, die schuld ist an den Problemen der Familie. Aus dem "Auffälligen" wird „der auffallende Hinweis“ auf noch ungelöste soziale Konflikte.

Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

Zielgruppe

Angesprochen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der psychosozialen Versorgung, dem Ge­sund­heits­system, der Jugendhilfe und der Bildungsarbeit etc. (zum Beispiel Psychologen, Sozial­ar­beiter, Sozial­pä­da­gog­en, Erzieher, Heilpädagogen, Pädagogen, Ärzte, Psychotherapeuten anderer Vertiefungsgebiete, Theologen etc.)

Die multiprofessionelle Zusammensetzung der Weiterbildungsgruppe aus Therapie, Bera­tung, Bildungs- und Kulturarbeit soll die Buntheit des systemischen Ansatzes in der Zu­sam­men­setzung der Weiter­bildungs­gruppe widerspiegeln.

 

Zugangsvoraussetzungen

  • die Bereitschaft für ein selbsterfahrungsorientiertes Lernen
  • mind. zwei Jahre Berufserfahrung in einem psychosozialen Arbeitsfeld
  • Möglichkeit zur Umsetzung systemischer/familientherapeutischer Vorgehensweisen mit Paaren, Familien und Gruppen während der Weiterbildung
  • Es ist wünschenswert, wenn bereits Selbsterfahrung/Eigentherapie und/oder Supervision zum Weiterbildungsbeginn vorliegen.
  • Eine vorherige abgeschlossene Weiterbildung (ca. 400 UE Trainerstunden)

für eine DGSF-Anerkennung, ist zusätzlich erforderlich:

  • ein sozial- oder humanwissenschaftlicher (Fach-)Hochschulabschluss (Ausnahmen möglich)
  • Abschluss einer DGSF-anerkannten Weiterbildung in "Systemischer Beratung" erforderlich - Wenn Sie noch nicht über den Abschluss einer DGSF anerkannten Beratungsweiterbildung verfügen, sprechen Sie uns gerne auf Möglichkeiten des Quereinstiegs und der nötigen Qualifizierung an.

Weiterbildungsorganisation

Die Aufbau-Weiterbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 1 ½ Jahren.

 

Weiterbildungsorganisation

  • Einführungsveranstaltung
  • 6 Blockseminare à 3 Tage (ings. 18 Tage)
  • 8 Supervisionstage (jeweils Freitag/Samstag mit 16 Ustd.)
  • 8 Peergruppentage/Intervisionstage
  • Erstellung der Evaluation therapeutischer Kompetenz
  • Literaturarbeit
  • 130 Stunden eigene therapeutische Praxis nachgewiesen über 130 Kurzprotokolle
  • Erstellung eines ausführlichen Fallberichtes über einen abgeschlossenen Therapieprozess mit mind. 10 Sitzungen
  • 2 Live-/Videosupervisionen

Kontinuierliche und wiederkehrende Elemente während der Weiterbildung:

 

  • Die systemische Selbsterfahrung bildet in allen Weiterbildungsabschnitten einen zentralen Bestandteil.
  • Die Entwicklung der individuellen Berater- und Therapeutenpersönlichkeit ist Thema in allen Weiterbildungsabschnitten.
  • Während der Weiterbildung werden unterschiedliche familientherapeutische und systemtherapeutische Schulen und Ansätze vorgestellt und trainiert.
  • Bei jedem Blockseminar werden Triaden (Dreiergruppen) gebildet, die den persönlichen Lernprozess unterstützen sollen.
  • Während der Blockseminare ist das kontinuierliche Berater- und Therapeutentraining ein zentrales didaktisches Mittel zum Erlernen und Erfahren systemischer Kompetenzen.
  • Die Supervision dient der ständigen Begleitung der beraterischen und therapeutischen Praxis.
  • Die Begleitung des Prozesses der Weiterbildungs- und Lerngruppe dient als analoges Lernfeld für systemische Lernprozesse.
  • Theorievermittlung, Therapeutentraining, Demonstrationen, Selbsterfahrung, Metareflexion und Prozessbegleitung greifen ineinander.
  • Neben Ideen und Methoden aus Familien- und Systemtherapie kommen Anteile aus Psychodrama, NLP, Hypnotherapie und Tiefenpsychologie zum Einsatz.

Ziele und Abschluss

Die Weiterbildung ist so organisiert, dass mit erfolgreichem Abschluss der Abschluss „Systemische/r Familientherapeut/in (ifs)“ erreicht werden kann.

 

 

 

Kosten und Finanzierung

Kosten:

Aufbaukurs Familientherapie  

3.400,- EUR zzgl. Aufnahme- und Abschlussgebühr von je 100,00 Euro.

 

Absolventen der ifs-Weiterbildung "Systemische Beratung - Familienberatung" zahlen keine Aufnahmegebühren.

 

Zahlungshinweise:

  • Bei einmaliger Zahlung des Gesamtbetrages vor Weiterbildungsbeginn gewähren wir einen Rabatt von 3%
  • Wir bieten die Möglichkeit einer bequemen monatlichen Ratenzahlung, die wir gerne nach ihren Bedürfnissen gestalten

Förderung 

Es besteht die Möglichkeit der Förderung durch den NRW Bildungsscheck. Weitere Infos dazu finden Sie hier!

 

Bildungsurlaub

Für die Weiterbildung kann Bildungsurlaub beantragt werden.

Zur Info: Arbeitnehmer, die einen Freistellungsanspruch nach dem Arbeitnehmer­weiter­bildungs­ge­setz (AWbG) haben, können den Anspruch von 2 Kalenderjahren auch zusammenfassen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: die Vor­griffs­zusammenfassung und die Rücktritts­zu­sam­men­fassung. Dies ist in §3 des AwbG vom 28.03.2000 geregelt.

Termine und Anmeldung

Termine der Blockseminare der demnächst startenden Kurse:

 

AB 16


BL 01   Do, 5.12.2019  - Sa, 7.12.2019

BL 02   n.n.

BL 03   n.n.

BL 04   n.n.

BL 05   n.n.

BL 06   n.n.

 

Anmeldung:

 

Bei Interesse an einem Start im nächsten Durchgang der Aufbauweiterbildung kontaktieren Sie uns bitte via Mail an a.rose@ifs-essen.de oder telefonisch unter 0201 - 59 22 7201 oder über unser Kontaktformular.

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