Aufbaukurs: Systemische Familientherapie

Die Aufbau-Weiterbildung Systemische Familientherapie richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits über eine abgeschlossene systemische Beratungsweiterbildung ver­fügen und die Möglichkeit eines Quereinstieges nutzen möchten.

 

Um direkt in den Aufbaukurs einsteigen zu können, muss der Abschluss einer DGSF-anerkannten Weiterbildung in "Systemischer Beratung" vorliegen.

 

Wenn Sie eine Weiterbildung abgeschlossen haben, die nicht DGSF-anerkannt war, nutzten Sie unsere Möglichkeit für einen Quereinstieg und schauen sich die Weiterbildung "Offenes Curriculum: Systemische Beratung/Familienberatung - für Quereinsteiger" einmal an: http://www.ifs-essen.de/aus-weiterbildung/weiterbildungen-therapie-beratung/offenes-curriculum-systemische-beratungfamilienberatung-fuer-quereinsteiger/

 

Der nächste Durchgang des Aufbaukurs "Familientherapie" beginnt:

Januar 2018

Anmeldung noch möglich!

Einführung in die Weiterbildung

Konzept

Die Systemische Beratung und Familientherapie ist eine psychosoziale Sichtweise von Störungen und Kon­flikten. Der systemische Ansatz geht dabei von einem ganzheitlichen Menschen­bild aus und sieht Familien, Gruppen oder Organisationen als lebendige Organismen, die in einem ständigen Prozess stehen.

Systemische Beratung und Familientherapie erweitern den psychotherapeutischen Bezugs­rahmen vom Einzelnen auf das gesamte System, z. B. die Familie.

Dabei wird der Hilfesuchende (Familienmitglied oder Mitarbeiter) als Symptomträger ge­sehen und nicht als Ursache einer Störung, die schuld ist an den Problemen der Familie. Aus dem "Auffälligen" wird „der auffallende Hinweis“ auf noch ungelöste soziale Konflikte.

Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

Zielgruppe

Angesprochen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der psychosozialen Versorgung, dem Ge­sund­heits­system, der Jugendhilfe und der Bildungsarbeit etc. (zum Beispiel Psychologen, Sozial­ar­beiter, Sozial­pä­da­gog­en, Erzieher, Heilpädagogen, Pädagogen, Ärzte, Theologen etc.)

Die multiprofessionelle Zusammensetzung der Weiterbildungsgruppe aus Therapie, Bera­tung, Bildungs- und Kulturarbeit soll die Buntheit des systemischen Ansatzes in der Zu­sam­men­setzung der Weiter­bildungs­gruppe widerspiegeln.

 

Zugangsvoraussetzungen

  • die Bereitschaft für ein selbsterfahrungsorientiertes Lernen
  • ca. zwei Jahre Berufserfahrung in einem psychosozialen Arbeitsfeld
  • Möglichkeit zur Umsetzung systemischer/familientherapeutischer Vorgehensweisen mit Paaren, Familien und Gruppen während der Weiterbildung
  • Es ist wünschenswert, wenn bereits Selbsterfahrung/Eigentherapie und/oder Supervision zum Weiterbildungsbeginn vorliegen.
  • Eine vorherige abgeschlossene Beratungs- oder Therapie-Weiterbildung im Mindestumfang von 550 UE.

für eine DGSF-Anerkennung, ist zusätzlich erforderlich:

  • ein sozial- oder humanwissenschaftlicher (Fach-)Hochschulabschluss (Ausnahmen möglich)
  • Abschluss einer DGSF-anerkannten Weiterbildung in "Systemischer Beratung" erforderlich

Weiterbildungsorganisation

Die Aufbau-Weiterbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 1 ½ Jahren.

 

Weiterbildungsorganisation

  • Einführungsveranstaltung
  • 5 Blockseminare à 3 Tage (ings. 15 Tage, je Tag 9 Ustd)
  • 6 Tage Familienrekonstruktion
  • 12 Supervisionstage (jeweils Freitag/Samstag mit 16 Ustd.)
  • 8 Peergruppentage/Intervisionstage
  • Erstellung der Evaluation therapeutischer Kompetenz
  • Literaturarbeit

Praxisnachweise für die Erlangung eines Zertifikats Systemische Therapie/Familientherapie

(Praktische Leistungen aus DGSF-anerkannten Beraterweiterbildungen können angerechnet werden!)

  • 200 Stunden eigene therapeutische Praxis
  • 200 Kurzprotokolle über die therapeutische Praxis
  • Erstellung von 4 Fallberichten
  • 3 Live-/Videosupervisionen

Weiterbildungsinhalte

Kontinuierliche und wiederkehrende Elemente während der Weiterbildung:

  • Die systemische Selbsterfahrung bildet im ersten Weiterbildungsabschnitt und besonders in der Familienrekonstruktion einen zentralen Bestandteil.
  • Die Entwicklung der individuellen Berater- und Therapeutenpersönlichkeit ist Thema in allen Weiterbildungsabschnitten.
  • Während der Weiterbildung werden unterschiedliche familientherapeutische und systemtherapeutische Schulen und Ansätze vorgestellt und trainiert.
  • Bei jedem Blockseminar werden Triaden (Dreiergruppen) gebildet, die den persönlichen Lernprozess unterstützen sollen.
  • Während der Blockseminare ist das kontinuierliche Berater- und Therapeutentraining ein zentrales didaktisches Mittel zum Erlernen und Erfahren systemischer Kompetenzen.
  • Die Supervision dient der ständigen Begleitung der beraterischen und therapeutischen Praxis.
  • Die Begleitung des Prozesses der Weiterbildungs- und Lerngruppe dient als analoges Lernfeld für systemische Lernprozesse.
  • Theorievermittlung, Therapeutentraining, Demonstrationen, Selbsterfahrung, Metareflexion und Prozessbegleitung greifen ineinander.
  • Neben Ideen und Methoden aus Familien- und Systemtherapie kommen Anteile aus Psychodrama, NLP, Hypnotherapie und Tiefenpsychologie zum Einsatz.

 

Inhalte der Weiterbildung:

 

Blockseminar 1: Vom Anlass zum Ziel

Kennenlernen, Bildung des Weiterbildungssystems, Entwicklung eines Zielspektrums, Erkundungen in den Lernlandschaften der Teilnehmer, zum Stand der Systemischen Therapie, Entwicklungen und Verläufe systemischer Therapie. Vom Anlass bis zum Ziel einer Systemischen Therapie.  Systemische Hypothesen als Leitfaden der systemischen Therapie.

 

Blockseminar 2: Prozessvertiefung in der systemischen Therapie

und Work­shop­an­gebote

Vertiefung Systemische Hypothesen und Auf­trags­gestaltung, Co-Therapie, Kriseninterventionen in der Systemischen Therapie.

Spezielle therapeutische Fragestellungen und Methodenvertiefung.

 

Blockseminar 3: Systemische Diagnostik und Paartherapie

Prozessdiagnostik, ICD 10 Diagnosen und systemische Entstörung, Familiendiagnostik. Paar­thera­pie, besondere Paarthemen.

 

Blockseminar 4: Systemische Therapie mit Einzelnen und Systemischer Umgang mit Störungsbildern

Techniken der Einzeltherapie: Externalisierungen, Timeline, Imaginationen, Arbeit mit der inneren Familie, Ego State Arbeit, Arbeit mit inneren und äußeren Prozessdynamiken, Dissoziations­tech­niken, Interventionen zwischen den Sitzungen, sog. Abschluss­inter­ven­tion­en in therapeutischen Kontexten etc.

 

Blockseminar 5: Systemisches Arbeiten in Gruppen und Abschluss der Weiterbildung

Einüben systemischer Techniken in Gruppenkontexten. Selbstsupervision. Abschließen sys­te­mischer Prozesse, die letzte Sitzung, Arbeit mit Ritualen. Abschied und Abschluss der Weiter­bil­dung. Die Prozessauswertung und das Abschlusskolloquium schließen den Prozess ab.

 

Familienrekonstruktion:

Die Familienrekonstruktion hat einen zentralen Stellenwert in dieser Weiterbildung. In der Familienrekonstruktion werden die Muster und Ressourcen der Herkunftsfamilie bearbeitet und Entwicklungs­mög­lich­keiten er­ar­beitet. Jede/r Teilnehmer/in stellt während der Rekonstruktion ihr/sein Genogramm vor, um an­schließend anhand einer erarbeiteten Fragestellung in einer szenischen Arbeit einen Ent­wick­lungs­prozess anzustoßen.

 

Ziele und Abschluss

Die Weiterbildung ist so organisiert, dass mit erfolgreichem Abschluss der Abschluss „Systemische/r Familientherapeut/in (ifs)“ erreicht werden kann. Mit dem Zertifikat des ifs kann dann bei der SG und der DGSF ein Dachverbandszertifikat beantragt werden.

 

Die Praxisleistungen aus den DGSF - Berater­weiter­bildungen können anerkannt werden.

 

 

Kosten und Finanzierung

Kosten:

Aufbaukurs Familientherapie  

3.980,- EUR zzgl. Aufnahme- und Abschlussgebühr von je 100,00 Euro.

 

Teilnehmer/innen des Offenen Curriculums des ifs sowie Absolventen der ifs-Weiterbildung "Systemische Beratung - Familienberatung" erhalten einen Nachlass auf den Aufbaukurs.

 

Zahlungshinweise:

  • Bei einmaliger Zahlung des Gesamtbetrages vor Weiterbildungsbeginn gewähren wir einen Rabatt von 3%
  • Wir bieten die Möglichkeit einer bequemen monatlichen Ratenzahlung, die wir gerne nach ihren Bedürfnissen gestalten

Förderung 

Es besteht die Möglichkeit der Förderung durch den NRW Bildungsscheck. Weitere Infos dazu finden Sie hier!

 

Bildungsurlaub

Für die Weiterbildung kann Bildungsurlaub beantragt werden.

Zur Info: Arbeitnehmer, die einen Freistellungsanspruch nach dem Arbeitnehmer­weiter­bildungs­ge­setz (AWbG) haben, können den Anspruch von 2 Kalenderjahren auch zusammenfassen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: die Vor­griffs­zusammenfassung und die Rücktritts­zu­sam­men­fassung. Dies ist in §3 des AwbG vom 28.03.2000 geregelt.

Termine und Anmeldung

Termine der Blockseminare der demnächst startenden Kurse:

 

AB 15


BL 01   Mo. 08.01.2018 - Mi, 10.01.2018

BL 02   Mo, 05.02.2018 - Mi, 07.02.2018

REKO   Mo, 14.05.2018 - Sa, 19.05.2018

BL 03   Mo, 03.09.2018 - Mi, 05.09.2018

BL 04   Mo, 03.12.2018 - Mi, 05.12.2018

BL 05   Mo, 11.02.2019 - Mi, 13.02.2019

 

Anmeldung:

 

Bei Interesse an einem Weiterbildungsstart zum obigen Termin kontaktieren Sie uns bitte einfach via Mail an a.rose@ifs-essen.de oder telefonisch unter 0201 452 944 73 oder über unser Kontaktformular.