Approbation
 

Systemische Supervision und Organisationsentwicklung

Allgemeine Vorbemerkungen

  • Gesamtstundenzahl: 680 UStd.
  • 2-jährige berufsbegleitende Weiterbildung

Die Weiterbildung ist als Supervisionsausbildung durch den DGSv als Ergänzungsausbildung und den DGSF anerkannt.

 

 

Unser Motto für diese Weiterbildung ist:

"Unsere Gesellschaft braucht Originale, keine Kopien. Wir unterstützen Sie auf diesem Weg."

Unsere Theorie

Systemische Supervision erweitert die individuelle und fallbezogene Beratung hinsichtlich der Rollen und Funktionen aller Beteiligten in Teams und Organisationen. Sie beleuchtet das Zusammenwirken und die Interaktionen unterschiedlicher Subsysteme. Sie  ist der Aufbau einer komplexen Konsultationsentwicklung, die vom hilfesuchenden Mitarbeiter oder Leiter/Leiterin ausgeht und die die Ressourcen des Systems durch eine ganzheitliche Problemanalyse und durch einen geleiteten Kommunikationsprozess entfaltet. Ihr Interesse ist die Entwicklung und Umsetzung von Lösungen. 

Ziel der Supervision ist die Verbesserung der Lebensqualität und Steigerung der Produktivität der Organisation/des Unternehmens. Eine Voraussetzung dieses Ziel zu erreichen ist u.a. die supervisorische Unterstützung zur Bereicherung der Kommunikation und Kooperation. 

Unsere grundlegenden Theorien sind die systemische Gedankenwelt und lösungsorientierte Konzepte der Kurzzeittherapie, Ideen aus dem NLP und der Organisationsentwicklung. Der Konstruktivismus mit seinen unterschiedlichen Ausformungen bildet unsere vorherrschende Sichtweise. Doch bleibt für uns maßgebend, nicht einer Richtung oder Schule den Vorrang zu geben, sondern einen gewissermaßen „respektlosen“ Umgang mit ihnen zu üben. Wir gehen im Sinne der systemischen Theorie davon aus, dass es immer mehrere Beschreibungen von Wirklichkeit gibt. Wir nutzen die unterschiedlichsten theoretischen und methodischen Konstrukte im Sinne eines „Steinbruchs“, um auszuwählen, was hilfreich erscheint und unterstützen Ausbildungskandidaten in dem Prozess, ihr eigenes Supervisoren - Profil zu finden. 

Jedes Individuum, jeder Betrieb und jede Organisation ist einzigartig. Um ihnen gerecht zu werden muss ein jeweils spezifischer Zugang und eine einzigartige Problemlösung gefunden werden. Das notwendige Handwerkszeug, um den unterschiedlichen Wirklichkeiten gerecht werden zu können, vermitteln wir, indem wir uns an unterschiedlichen theoretischen und methodischen Richtungen orientieren.

Zielgruppe und Zulassungsvoraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die ihr praktisches Wissen im alltäglichen Umgang mit Systemen vertiefen und sich in ihrer Professionalisierung weiter entwickeln wollen.

 

Angesprochen sind:

Mitarbeiter aus dem Bereich der psychosozialen Versorgung, Bildungsarbeit, Kliniken, Personalentwicklung, Unternehmensberatung, Trainer etc.

 

Systemische Therapeuten, Therapeutinnen und Familientherapeuten/innen sowie Therapeuten/innen mit anderen therapeutischen Ausbildungen, die Interesse am systemischen Denken und Handeln haben (mit mindestens zweijähriger beruflicher Praxis in diesem Feld) können diese Weiterbildung mit einem Zertifikat des DGSv bzw. DGSF abschließen. (Genauere Informationen dazu weiter unten sowie im persönlichen Gespräch am Einführungstag) 

 

Zulassungsvoraussetzungen: 

Um an der Weiterbildung teilzunehmen, sollten Sie sich für Prozesse und Veränderungen interessieren, neugierig auf Menschen und Gruppen sein und Respekt vor den Menschen haben.

Sie erhalten ein Institutszertifikat wenn Sie neben diesen Bedingungen auch die Praxismodalitäten der Weiterbildung erfüllen.

 

 

Wenn Sie darüber hinaus ein Zertifikat des DGSF oder des DGSv erwerben wollen, müssen Sie zusätzlich die folgenden Bedingungen erfüllen:

 

Teilnahmevoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder Fachhochschulstudium.

Eine abgeschlossenen Weiterbildung in Systemischer Familientherapie/Systemtherapie oder eine ähnliche Weiterbildung. 

Für Teilnehmer/Innen die eine Anerkennung des Dachverbandes  DGSF anstreben gelten folgende Aufnahmebedingungen:

  1. Anerkennung als Familientherapeut/in-, systemische/r Therapeut/in oder Systemische Beraterin (DGSF) oder ein gleichwertiger Abschluss in einem anderen Verfahren mit dem zusätzlichen Nachweis fundierter systemtheoretischer Kenntnisse sowie der Anwendung systemischer Konzepte in der Arbeit.
  2. Praktische Tätigkeit: Insgesamt  fünf Jahre Berufserfahrung. In den letzten fünf Jahren mind. 30 Sitzungen Supervision bei einem anerkannten Supervisor.
  3. Zwei Jahre Berufserfahrung nach Abschluß der Weiterbildung in Beratung oder Therapie.
  4. Möglichkeit und Verpflichtung zur supervisorischen Arbeit mit Einzelnen, Teams, Gruppen, Institutionen, Organisationen während der Weiterbildung.
  5. In der Regel Hochschul- oder Fachhochschulabschluß im Bereich der Humanwissenschaften.

 

Für Kolleginnen und Kollegen die einen DGSv Anerkennung anstreben gelten folgende Bedingungen:

  1. Abschluß Fachhochschule Sozialpädagogik/Sozialarbeit, Sozialwesen oder humanwissenschaftlicher Hochschulabschluß
  2. Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung
  3. Mindestens 30 Sitzungen Supervision bei anerkannten DGSv Supervisoren (Ausnahmen können im Einzelfall anerkannt werden) in den letzten 5 Jahren vor Kursbeginn in zwei unterschiedlichen Supervisionsformaten, davon ein Prozeß als Einzelsupervision.
  4. Abschluß einer Systemtherapeutischen Weiterbildung (3 Jahre) oder einer anderen Weiterbildung, so sie im Weiterbildungsregister des DGSv aufgeführt sind. http://www.dgsv.de/pdf/WBR.pdf

Ziele der Weiterbildung

  • Auf der Basis der persönlichen und professionellen Ressourcen eine Identität als systemische/r Supervisor/in  und Organisationsberater/in zu entwickeln und sich in Supervisionsprozessen als qualifizierte/r SupervisorIn erfahren.
  • Einen individuellen supervisorischen Stil entwickeln, der die persönlichen Stärken berücksichtigt und Zufriedenheit in der alltäglichen Berufspraxis ermöglicht.
  • Systemisch supervisorische Ideenwelten kennen lernen, in der Praxis erfahren und selber anwenden lernen.
  • Die eigenen Ressourcen als kreatives, persönliches und supervisorisches Potential erkennen und einsetzen lernen.
  • Die Vielfältigkeit systemisch supervisorischer Interventions- und Arbeitsformen sowie andere Handlungsmodelle (Psychodrama, NLP, Gestalt) kennenlernen und situationsadäquat einsetzen. 
  • Sich in den unterschiedlichsten supervisorischen Settings, Einzelsupervision, Teamsupervision, Gruppensupervision und Organisationssupervision zu Hause fühlen.

Weiterbildungsinhalte

Kontinuierliche oder wiederkehrende Elemente während der Weiterbildung:

  • Die Entwicklung der eigenen Supervisoren- und Organisationsentwicklerpersönlichkeit ist ein durchgehendes Thema in allen Blockseminaren.
  • Feste Bestandteile der Blockseminare sind Coachinggruppen, die sich bei jedem Blockseminar neu bilden und den persönlichen Lernprozess unterstützen sollen.
  • Die kontinuierliche Begleitung des Prozesses der Ausbildungs- und Lerngruppe als analoges Lernfeld für Supervisionsprozesse ist ein wichtiger Bestandteil.
  • Während der Blockseminare dient ein Abend dazu, aktuelle Fragestellungen der TeilnehmerInnen aus dem beruflichen oder privaten Umfeld zu bearbeiten.
  • Die begleitende Supervision dient der Lehrsupervision und der Supervision der Supervisoren.
  • Neben Ideen und Methoden aus Familien- und Systemtherapie kommen Psychodrama, NLP, Hypnotherapie und Gestalttherapie zum Einsatz
  • Während der Blockseminare ist das Supervisoren - Training ein zentrales didaktisches Mittel zum Erlernen und Erfahren supervisorischer Kompetenz.
  • Neben der Ausbildungsleitung stehen Gastdozenten in den Blockseminaren zur Verfügung. In der Lehrsupervision die Lehrsupervisorinnen u. Lehrsupervisoren.

 1. Kursabschnitt

 Adaption der systemischen Theorie für die Arbeit in der systemischen Supervision und Organisationsentwicklung an Hand familientherapeutischer Schulen und systemtherapeutischer Handlungsansätze in einem erlebnis- und erfahrungsorientierten Lernprozess (analoges Lernen). Dabei sollen die unterschiedlichen beruflichen Ressourcen der TeilnehmerInnen aus ihren Berufserfahrungen und Weiterbildungserfahrungen angesprochen werden. Ziel ist hierbei auch die Entwicklung gemeinsamer Fachtermini und eine lernfördernde Beziehungsstruktur in der Kursgruppe (Joining) und das Erlernen supervisorischer Techniken und Haltungen.

 

 Entwicklung des individuellen Supervisorenprofils auf der Basis der verinnerlichten familiären Ressourcen, der erfahrenen systemischen, therapeutischen Orientierung, der Reflexion, der aktuellen, privaten und beruflichen Beziehungsstrukturen, sowie der Dynamik der Kursgruppe. Der erste Kursabschnitt will Ideen für die individuelle Lernstrategie anregen und Orientierungshilfe für den professionellen Standpunkt geben.

 

 1. Blockseminar (Reinert Hanswille)

Orientierungsphase und Entwicklung des Zielspektrums. Gegenseitiges Kennenlernen, Etablierung der Kursgruppe als Arbeitsinstrument, Kennenlernen der Rahmenbedingungen der Fortbildung, Erarbeitung eines 1. Weiterbildungskontraktes. Entwicklung von Fragestellungen für den Einzelnen und das Kurssystem, Konzipierung eines Entwicklungs- und Ressourcenspektrums für die Fortbildung .

Vom Kontakt zum Kontrakt, Telefonkontakt, Vorgespräch, Erstgespräch, strukturelle Bedingungen von Supervision (Ort, Zeit, Finanzierung, Schweigepflicht, Arbeitskontrakt), Auftragsklärung.

Supervisorentraining

                                                         

2. Blockseminar 4 Tage (Reinert Hanswille)

 Systemische Grundideen und ihre Relevanz für die Supervision. Vom Problem zur Lösung; Hypothesenbildung; Allparteilichkeit und Neutralität; Erzeugen sozialer Wirklichkeit; Zirkularität; Wachstumsorientierung und Ressourcenorientierung; Symptomträger, Reflektierendes Team, Kundenorientierung, Rekursivität, Verstörung etc. 

Systemische Interventionen I    Hypothesenbildung, Zirkuläres Denken, systemisches Fragen (Zirkuläre Fragen, Unterschiedsfragen, Motivationsfragen, Zielfragen, Skalierungsfragen, Fragen zur Wirklichkeitskonstruktion und Möglichkeitskonstruktion etc.) 

Supervisorentraining

 

3. Blockseminar (Reinert Hanswille)

 Systemische Supervision Auftragsfindung, Zielorientierung in der Supervision, institutioneller Kontext der Supervisanden bzw. die Supervisandengruppe als identifizierter Patient, Zeitgestaltung, Top-down Vernetzung, die Bedeutung der fließenden Symptomträgerkonstellationen.  Der Genderaspekt in der Systemischen Supervision. Musterwiederholungen auf und in den unterschiedlichen Beratungssystemen.

Systemische Interventionen II Reframing, Stockwerksarbeit, Skulpturen, Organisationsaufstellungen, Hausaufgaben, Rollentausch, Arbeit mit Metaphern, Geschichten und Filmen; paradoxe Interventionen, reflektierendes Team.  

Supervisorentraining

 

2. Kursabschnitt

Vermittlung systemischer Interventionsstrategien in Beratung und Supervision. Hierbei soll die Fähigkeit gelernt werden, sich auf Supervisionsprozesse einzulassen, sie zu diagnostizieren und durch gezieltes Eingreifen Veränderung zu bewirken. Durchführung eigener Supervisionsprozesse.

 

  Entwicklung der Beraterpersönlichkeit  und der Rollenflexibilität als Supervisor. Rolle und Position in Gruppen, Entwicklung von Stärkenprofilen, Sicherheit in Konflikten. Dies sind Fähigkeiten, die in diesem Kursabschnitt gefördert  und erworben werden sollen.

 

 

4. Blockseminar (Ulf Klein)

 Systemisch-Szenisches Arbeiten in Supervision und Organisationsentwicklung Systemische Ideen für die Supervision und OE, Szenische Moderationstechniken, Begleiten von Systementwicklungen und Gruppenprozessen, begleitende Prozessdiagnose; Erfassung der Struktur- und Interaktionsdynamik; Zeitgestaltung, Ebenen eines Prozesses und die drei Zugangsdimensionen (Raum, Zeit und Energie), Psychodramatische Supervision. Theorie der Supervision, Geschichte der Supervision, Supervision in der pädagogisch psychologischen Theoriediskussion.  Training Psychodramatischer Techniken und Szenischer Supervision, Methoden und Techniktraining.

Supervisorentraining

 

5. Blockseminar (Reinert Hanswille)

 Die Persönlichkeit des Supervisors und seine Rollen Arbeit mit der Berufsbiographie und den besonderen Ressourcen aus der Herkunftsfamilie. Berufsbiographien aus der Herkunftsfamilie und verdeckte Ressourcen für die zukünftige Berufsrolle, Bedeutung der Geschwisterkonstellation, Stärkenprofil durch das eigene geworden sein, Rollenanforderungen an den Supervisor. Berufrekonstruktion als Instrument in der Einzelsupervision und Teamsupervision zur Unterstützung der beruflichen Entwicklung.

 

Selbsterfahrung und Reflexion der eigenen Berufsrolle stehen im Vordergrund dieses Weiterbildungsabschnittes.

 

6.Blockseminar (Reinert Hanswille)

Projektmanagement als Instrument für die Supervision und die Organisationsentwicklung, Mediationskonzepte in der Supervision Mediationskonzepte in der Supervision und in unterschiedlichen Settings, Systemische Mediation, Grundbegriffe des Projektmanagement, Projekttypen und -arten, Projektarbeit im Nonprofit und Profitbereich, Hierarchie und Chaos im Projektmanagement. Projektphasen Projektauftrag, Projektstart, Projektsteuerung, Projektanbahnung, Projektcontrolling. Konfliktmanagement in Projekten

Spezielle Themen der Supervision Umgang mit Widerstand, Co-Beratung, Selbstsupervision (im Prozeß), Übertragung und Gegenübertragung im Beratungsprozess, Arbeit mit stressbelasteten Systemen

Supervisorentraining

 

 

3. Kursabschnitt

Ausbau der beruflichen Feldkompetenz in der Supervision von Gruppen und Organisationen (Leitungs- und Führungsgremien, Projektgruppen, Institutionen, Verbänden, Arbeitsgruppen etc.). Feldforschung und die Entwicklung neuer Kooperationsmodelle werden angeleitet, um mit dem gelernten systemischen Denken und Handeln in der beruflichen Wirklichkeit von Supervision und Organisationsentwicklung Fuß zu fassen.

 

 Anleitung zur systemischen Konsultation als spezifischer Interventionsbereich der Organisationsentwicklung im Profit- und Nonprofit Bereich.

Die Entwicklung des Beraterprofils. Die biographisch gewachsenen Potenzen und die berufliche Perspektive sind Grundlage für die Entscheidung auf einem Weg zu einem individuellen Supervisionsstil durch die Mischung der systemischen Schulen. Dieser Integrationsprozess von Authentizität und Kompetenz schließt am Ende der Weiterbildung mit der Erarbeitung einer Abschlußarbeit und der schriftlichen Auswertung der Lehrsupervision ab.

 

 

7. Blockseminar ( Jörg Middendorf, Reinert Hanswille)

 OE- Prozesse im Non - Profitbereich Ein Phasenmodell für OE-Prozesse (Orientierungsphase, Situationsklärung, Zielfindung, Steuerungsstruktur, Informationen des Gesamtsystems, Zielarbeit, Absicherung des Prozesses), Reteaming als betratungsmethode der lösungsorientierten teamentwicklung und Element von OE-Prozessen.

 

 Supervisorentraining

 

 

8. Blockseminar (Reinert Hanswille)

Einzelsupervision und Coaching Von der Einzelsupervision zum Coaching, Rahmenbedingungen von Coaching, Unterschiedliche Modelle in Einzelsupervision und Coaching, Zielfindung und Auftragsklärung, wie man nicht abgeschossen wird, Einzelsupervision und Coaching als Unterstützung von Führungs- und Leitungsaufgaben, systemische Ideen in der Beratungsarbeit mit Einzelnen, internes - und externes Coaching, Arbeit mit stressbelasteten Kunden, Grenzen von Einzelsupervision und Coaching, Interventionsstile in der Einzelsupervision und Coaching, Einzelsupervision und Coaching als Instrument der Organisationsentwicklung. Technik und Methodentraining, Interventionen für Einzelne, das innere System als Bezugskontext.  

Supervisorentraining

 

9. Blockseminar (Dr. Stefan Öfner-Py, Reinert Hanswille)

Systemische Organisationsentwicklung Systemische Organisationsentwicklung im Spannungsfeld zwischen fachlicher Effizienz und betriebswirtschaftlicher Effektivität, Unternehmensphilosophie, Kulturentwicklung, Strategie, Großgruppentechniken, Leitbild Prozessgestaltung der Organisationsentwicklung, Zirkuläre Gleichzeitigkeit von Interventions- und Innovationsstrategien, Systemische OE als Prozeß- und Expertenberatung, Phasen systemischer Organisationsberatung.

Interventionen in der Organisationsentwicklung Interventionsstrategien in der Organisationsentwicklung, Geschichten als Interventionen, Intergruppenübungen, Organisationsaufstellungen, Organisationsreduktion, Arbeiten mit unterschiedlichen Hierarchieebenen, Arbeit mit Ritualen. 

Supervisorentraining

 

10. Blockseminar (Reinert Hanswille)

Abschluss von systemischen Prozessen Großgruppentechniken in der OE, Systemische Ideen für den Abschluss; Arbeiten mit Ritualen, Abschlussrituale, Erfolgskontrolle durch fortschreibende Evaluation. Reflexion des eigenen Lernprozesses, Präsentation der Abschlussarbeit und Abschlußkolloquium.

 Der zweite Teil des letzten Blockseminars wird von der inhaltlichen Lernzielplanung nicht festgelegt. Hier soll vor allem Platz sein, um den persönlichen und gemeinschaftlichen Lernprozess über gegenseitige Feedbackprozesse abzuschließen.

Abschlusskolloquium

 

Lehr- und Lernsupervision

Eigene Praxis- und Lernsupervision 

 

Begleitend zum 2. und 3. Ausbildungsabschnitt ist die praktische Einübung systemischer Supervision und Organisationsentwicklung Bestandteil der Weiterbildung. Zuerst soll mit Einzel- Team- und Gruppensupervision begonnen werden, um bei der Umsetzung der systemischen Theorie in die eigene Praxis bessere und deutlichere Erfahrungen sammeln zu können. Im dritten Weiterbildungsabschnitt ist die Ergänzung der Praxis für den Bereich der Institutions- und Organisationsberatung/Supervision vorgesehen. Es wird empfohlen, die Supervisionspraxis zu wechseln, in Einzel- und in Co-Supervision zu arbeiten und die Praxisfelder zu variieren.

 

Lernsupervision:

Die Ausbildungsteilnehmerinnen und Teilnehmer sollen im Rahmen der Weiterbildung  70 Sitzungen a mindesten 2 Stunden Supervision nachweisen. Der Nachweis erfolgt über Protokolle.

Es sollen mindesten 5 Supervisionsprozesse vorgelegt werden, davon soll einer mindestens 15 Sitzungen und ein weitere 10 Sitzungen umfassen.

 

Lehrsupervision und Ausbildungssupervision

Innerhalb der Weiterbildung sind 100 Ustd. Lehrsupervision vorgesehen.

Sie gliedern sich in 15 Sitzungen Einzellehrsupervision a 2 Ustd., sowie 7 Tage (je 10 UStd) Gruppensupervision bei einem anerkannten Lehrsupervisor.

Zum Ende der Lehrsupervision erstellt der/die TeilnehmerIn eine schriftliche Auswertung die der/dem Lehrsupervisor/in vorgelegt wird. Die Lehrsupervisorin gibt der Ausbildungsleitung zum Abschluss der Ergänzungsausbildung eine Stellungnahme über die erfolgreiche Lern- und Lehrsupervision ab.

 

Als Lehrsupervisoren stehen zur Verfügung:

Gerda Jerusalem, Michael Märtens, Renate Zwicker-Peltzer, Klaus Rader, Werner Brämer, Gisela Keil, Jörg Baur, Marlene Stelte-Schmökel, Ulrike Pyrkosch, Katia Rittenberg, Jochen Dittmer u.a.

 

Intervision/Peergruppe

Während der gesamten Ausbildungszeit sollen sich die TeilnehmerInnen in regionalen Subgruppen zu 14 Intervisionstagen (zu je 8 Ustd.) treffen. Die Intervisionsgruppen sollen aus wenigsten 4 TeilnehmerInnen bestehen. Die Intervision dient der Begleitung der eigenen Supervisionspraxis und der Vertiefung der Lerninhalte, die während der Blockseminare bearbeitet wurden.

 

 

 

Weiterbildungsorganisation

Weiterbildungsdauer: ca. 2 Jahre, gegliedert in:

  • Einführungsveranstaltung
  • 10 Seminarblöcke a drei Tage (Donnerstag 11.00 Uhr bis Samstag 17:00 Uhr)
  • 15 Sitzungen Lehrsupervision als Einzelsupervision a 2 Ustd.
  • 7 Tage Gruppensupervision
  • 14 Intervisionstage je 8  Ustd.  (112 Ustd.)
  • 70 Sitzungen a mindesten 2 Ustd. Lernsupervision (Eigene supervisorische Praxis). Diese sollen in wenigsten 5 Fällen durchgeführt werden, wovon nur einer eine Einzelsupervision sein soll.
  • Erstellung einer schriftlichen Auswertung des Lehrsupervisionsprozesses, die der Lehrsupervisorin vorgelegt wird.
  • Erstellung einer Abschlussarbeit, die sich mit Fragen der Anwendung und Konzeption von Supervision beschäftigt.
  • Teilnahme am Abschlusskolloquium

Kosten und Finanzierung

Das Honorar für die Weiterbildung beträgt inclusive der Lehrsupervision: 6650,00 Euro, zahlbar in einer Rate von 1450,00 Euro und 26 monatlichen Raten à 200,00 Euro.

Die Aufnahme- und Abschlussgebühr beträgt je 100,00 Euro.

Hier gehts zum Buchungsformular für en kostenfreien Einführungstag

 

Zahlungshinweise:

Die Kosten für die einzelnen Fortbildungsangebote finden Sie im Ausschreibungstext. Die Nachlässe beziehen sich jeweils auf die ausgeschriebene Honorarkosten:

  • Bei einmaliger Zahlung des Gesamtbetrages vor Ausbildungsbeginn gewähren wir einen Rabatt von 3%
  •  Wir bieten die Möglichkeit zu eine bequemen monatlichen Ratenzahlung, die wir gerne nach ihren Bedürfnissen gestalten.

Es besteht die Möglichkeit der Förderung durch den NRW Bildungsscheck!

Termine der Weiterbildung

Start Januar 2010

 

Einführungstage:

 

werden noch bekannt gegeben

 

 Hier gehts zum Buchungsformular für den kostenfreien Einführungstag

 

Termine der Blockseminare

 

Der Kurs, der im Januar 2010 startet ist bereits ausgebucht!

 

Der nächste Durchgang ist für Frühjahr 2011 geplant.

 

Lernorganisation

Bildungsurlaub

Für die Zusatzausbildung kann Bildungsurlaub beantragt werden. Die zeitliche Organisation ist so eingerichtet, dass der Bildungsurlaub nicht überschritten wird. Hierfür sollte in einer Sondervereinbarung mit dem Arbeitgeber der Bildungsurlaub von den drei Kalenderjahren, in denen die zweijährige Ausbildung liegt, zur Verfügung gestellt werden. Diese Möglichkeit ist in § 3 des AwbG geregelt.

 

Unterkunft während der Seminare

Die Seminare finden im Tagungszentrum des ifs in Essen Steele statt. Die Verpflegung muß von den Teilnehmern organisiert werden.

Die Lehrsupervision findet an den Arbeitsplätzen der Teilnehmer statt.

 

Interessensvertretung

Während der Weiterbildung bildet sich ein Gremium aus TeilnehmerInnen, Lehrsupervisoren, Ausbildungsleitung und Institutsleitung, um in Konfliktfällen zu vermitteln.

Abschluß

Allen Kursteilnehmern wird die Möglichkeit gegeben, bis zum Abschluss an allen Lern- und Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Die Kursleitung verzichtet auf Ausschluss und sieht darin eine Möglichkeit, auch innerhalb des Kursprozesses die systemische Denk- und Handlungsweise zu praktizieren. Somit kann jeder am Abschlusskolloquium teilnehmen und eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung erhalten.

 Das ifs- Zertifikat als „Systemische/r Supervisor/in und Organisationsberater/in erhalten alle Kursteilnehmer, die über die regelmäßige Teilnahme hinaus folgende Lernschritte erreicht haben:

  • Erarbeitung der schriftlichen Auswertung des Lehrsupervisonsprozesses.
  • Durchführung von mindestens fünf systemischen Supervisionsprozessen mit mindestens 100 Stunden mit Einzelnen, Gruppen, Teams, Organisationen (davon nicht mehr als eine Einzelsupervisionen). Die Praxiseinheiten können bis zu zwei Jahren nach Ausbildungsende absolviert werden.
  • Schriftliche Abschlussarbeit als Einzel- oder Gruppenarbeit. Sie soll sich mit Fragen der Konzeption und Anwendung von Supervision beschäftigen
  • Teilnahme am Abschlusskolloquium. Gegenstand des Abschlusskolloquiums ist die Abschlussarbeit und der Entwicklungsprozess der Supervisorenpersönlichkeit.

 

Die Ausbildung schließt bei Erfüllung der Abschlusskriterien mit dem Zertifikat als Systemische/r Supervisor/in und Organisationsberater/in ab.

 Ziel der Ausbildung bei entsprechender Vorqualifizierung ist die Anerkennung zum Supervisor DGSv oder/und DGSF.

 Die Weiterbildung entspricht den von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) verabschiedeten Richtlinien zur Anerkennung als Systemischer Supervisor.

Die Weiterbildung entspricht mit den entsprechenden Leistungen den Kriterien der Ergänzungsausbildung des DGSv.

Das ifs ist vom DGSv und DGSF nach den Richtlinien für Weiterbildungen in systemischer Supervision anerkannt.