Approbation
 

Renate Zwicker-Pelzer

Dr. Phil., Dipl. Päd., Dipl. Sozialpädagogin, Ehe- und Familienberaterin (BAG), Systemische Therapeutin (DGSF), Lehrsupervisorin (DGSv), Supervisorin (DGSF, DGSv). Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPG).

Berufspolitische Referentin für Beratung der DGSF.

 

2004 Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied der Deutschen Geselllschaft für Beratung DGfB

 

Seit 2005 Professorin im Fachbereich Gesundheitswesen der KatHo-NRW, Abteilung Köln mit dem Lehrgebiet Erziehungswissenschaft und Beratung. Schwerpunkt: Pädagogische Psychologie, Beratungstheorie, Beratungswissenschaften, Beratungspraxis in Pflege, Betreuung und sozialen Diensten.

1994 - 2005  Professorin für Erziehungswissenschaften und Grundlagen und Konzepte sozialer Arbeit an der KFH NW Abt. Aachen / heute KatHo-NRW

 

 

Kontakt:

R.Zwicker-Pelzer@ifs-essen.de

 

für das ifs tätig in folgenden Weiterbildungen

  • Systemische Beratung/Familienberatung
  • Systemische Familientherapie und Grundzüge der Supervision
  • Systemische Supervision und Organisationsentwicklung

Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen

2011

Systemische Beratung in Pflege und Pflegebildung. Budrich, Opladen

2010

Beratung in der Sozialen Arbeit. UTB Klinkhardt, Bad Heilbrunn/Stuttgart

2009

Sonderheft „Beratung aktuell“ (Herausgeberin der Ausgabe)

2008

Systemische Beratung. Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung, Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung, 26. Jg.,10/2008

2005

Befreiungspädagogik und Soziale Arbeit

in: Ronald Lutz (Hg.) Befreiende Sozialarbeit, Paulo-Freire-Verlag, Oldenburg

2004

Netzwerkarbeit als systemische Intervention

in: Kontext, Bd. 35, 4/2004

Befreiungspädagogik und Soziale Arbeit

in: KFH NW Jahrbuch 2004, Lit-Verlag Münster

Zwicker-Pelzer

in: HOT – Das HaushaltsOrganisationsTraining der Familienpflege. Berichte aus dem Projekt „Vermittlung von Haushaltsführungskonzepten in prekären Lebenslagen“ , Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (Hg.). Bd. 6. Aachen, Freiburg

2003

Kinder in der 5-Tage-Gruppe

in: Evangelische Jugendhilfe, 80.Jg., 5/2003, Seite 296-301

2002

Schnee von gestern oder Herausforderung heute. Die Pädagogik von Paulo Freire

in: Si:SO, 7. Jg., 2/2002, Seite 60 - 66

Ein systemischer Blick auf den Hintergrund der Theorie sozialer Systeme von

Niklas Luhmann

in: Kontext, Bd. 33, 2/2002

Hilfen in familialen Krisen: Ein Plädoyer für die Vernetzung von Hilfsangeboten

in: KFH NW Jahrbuch 2002, Lit-Verlag, Münster

2001

Patient: Die ganze Familie.

in: Neue Caritas, 102. Jg., 20/2001, Seite 21-24

Part-time-Studium für Frauen mit Familientätigkeit – Hochschulentwicklung antwortet auf gesellschaftlichen Wandel

in: Das Hochschulwesen, 29. Jg., 1/2001, Seite 28-33

2000

Zusammenarbeit mit Eltern, Institutionen und anderen Auftraggebern

in: Therapeutisches Reiten, 27. Jg., 2/2000, Seite 15-26

Zusammenhalt-Trennung-Zugehörigkeit-Neue Dimensionen und Betrachtungen familialer Lebenszusammenhänge

in: Regenbogen Nr. 25,1/2000, Seite 4-9, Caritasverband Trier

Systemtheorie und systemische Konzeptentwicklung und ihre Relevanz für das heilpädagogische Reiten

in: Kuratorium für heilpädagogisches Reiten 4/2000  

 

 

Eigene Forschung

 

Wissenschaftliche Begleitung im DIP ( Deutsches Institut für angewandte Pflege):

 

Projekt: Ede II. Minden

2009-2011

 

Beratungsangebote bei Demenz

Entlastungsprogramm bei Demenz - EDe II

Optimierung der Unterstützung für nicht erheblich pflegebedürftige Demenzkranke und ihre Angehörigen im Kreis Minden-Lübbecke mit besonderer Berücksichtigung pflegepräventiver Ansätze

Die Bedeutung präventiver Unterstützungsstrategien für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz ist unumstritten. Nach bisherigem Leistungsrecht war das Vorliegen der Pflegestufe I, II oder III Vorraussetzung um Leistungen nach SGB XI beanspruchen zu können. Durch das Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung haben erstmalig Personen der Pflegestufe 0 mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz einen Anspruch auf Leistungen nach § 45b SGB XI.

Ziel des Modellvorhabens EDe II ist eine frühzeitige Unterstützung von demenzerkrankten Menschen der Pflegestufe 0 und Entlastung der pflegenden Angehörigen. Zudem sollen Aussagen zur Akzeptanz und zur Ausgestaltung der Leistungen nach § 45b SGB XI für die genannnte Zielgruppe gemacht werden.

EDe II schließt damit mit veränderter Zielgruppe konzeptionell an das Modellvorhaben EDe I an. Die unterstützenden und entlastenden Maßnahmen müssen in EDe II neben den pflegenden Angehörigen auch direkt die demenzerkrankten Menschen selbst in den Blick nehmen. Das macht zusätzliche Beratungsschwerpunkte hinsichtlich Ressourcenorientierung, Partizipation und Bewältigung erforderlich.

 

 

 

Projekt: Ede I  Minden

2007 bis 2008

Kooperationspartner: Schulung von Gesundheitsberaterinnen für den ambulanten Beratungseinsatz mit Angehörigen von demenzerkrankten Menschen

www.projekt-ede.de/ede/ede-entlastung-bei-demenz.php

Entlastungsprogramm bei Demenz - EDe I

 

Optimierung der Unterstützung für Demenzkranke und ihre Angehörigen im Kreis Minden-Lübbecke mit besonderer Berücksichtigung pflegepräventiver Ansätze.

 

Trotz hoher Belastungen pflegender Angehöriger demenzerkrankter Menschen werden die Mittel, die durch die Pflegeversicherung zu deren Entlastung zur Verfügung stehen, nur in geringem Maße genutzt. Ziel des Projekts „Entlastungsprogramm bei Demenz“ ist ein effektiver Einsatz dieser Mittel zur Unterstützung und Entlastung demenzerkrankter Menschen und ihrer Angehörigen. 

Für die Teilnahme am Projekt konnten 320 Familien gewonnen werden, in denen demenzerkrankte Menschen gepflegt werden. Sie werden von September 2007 bis Januar 2009 beraten, geschult und begleitet. Im Zentrum der praktischen Projektarbeit stehen dafür neun GesundheitsberaterInnen, Pflegefachkräfte, die für ihre Aufgaben speziell qualifiziert wurden.

 

Zugehende Beratungen auf der Basis eines edv-gestützen Assessments, ein zielgruppenspezifischer Beratungsansatz und begleitende Fallkonferenzen sind wesentliche Bestandteile des Projekts. Mit diesen innovativen Hilfen und am individuellen Bedarf orientiert werden regionale Unterstützungsangebote, Leistungen der Pflegeversicherung und informelle Hilfen miteinander

verknüpft. Schwerpunkte liegen unter anderem auf der Entlastung der Angehörigen durch zeitliche Freiräume und die Teilnahme an Pflegekursen

 

 

 

 

Marte Meo: aus eigener Kraft: Forschungsprojekt der KH NRW „MarteMeo in Pflege und Betreuung“            

2006-2007

 

Die Verbesserung der Qualität von Betreuung und Pflege

Entwicklung eines Evaluations-Instrumentes und Implementierung von Marte

Meo in die Fort- und Weiterbildung von MitarbeiterInnen in Betreuung und Pflege

Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Haus St. Josef, Kerpen durchgeführt.

Für die Qualitätssteigerung in Pflege und Betreuung werden zunehmend neue Optimierungsstrategien notwendig. In vielen Untersuchungen kann nachgewiesen werden, wie wichtig die Lebenszufriedenheit des Bewohners/Patienten/Klienten für ihre Lebensqualität ihrer selbst und der Angehörigen ist. Im Bedürfnismanagement suchen Professionelle nach neuen Wegen; viele Strategien bieten sich an, die aber im Einzelnen selten auf ihre Wirksamkeit hin beforscht sind.

■ Eine auf Interaktion angelegte hoch differenzierte Methode der Steigerung der Lebenszufriedenheit und -qualität wurde mit multiprofessionellen Fachkräften erprobt und dabei auf die Wirksamkeit hin erforscht.

■ Der Beitrag zur Qualitätssteigerung ist dabei deutlich geworden und die Wirksamkeit der Methode als Beitrag zur Mitarbeiterschulung wurde evaluiert.

■ Konkret sollten Fachleute im Bereich Pflege/Betreuung und im Bereich der sozialpädagogischen Intervention und Begleitung eingeführt, geschult und begleitet werden.

■ Es galt ein Evaluationsinstrument zu entwickeln und dieses Instrument sowie die Ergebnisse zu veröffentlichen.

 

Die MarteMeo-Methode ist ursprünglich in den 70er Jahren von Maria Aarts in den Niederlanden entwickelt und mittlerweile in 29 Ländern weltweit verbreitet. Bei uns in der BRD hat sie in die stationären und ambulanten Dienste als Video-Home-Training an Bekanntheit gewonnen. Über die Wirkung dieses Instrumentes gibt es Vermutungen, Beobachtungen überwältigender Art, weniger aber finden wir im wissenschaftlichen Diskurs halt gebendes Material der Wirksamkeitsmessung. Im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens hat MarteMeo in die dänische Gesundheitsversorgung bereits in den 90er Jahren Eingang gefunden. Dort wird dieses Verfahren genutzt, um genauer zu beobachten, zu analysieren, zu intervenieren und um positive Entwicklungsprozesse anzuregen. Es geht um die präzise Beobachtung der Interaktion von Menschen in helfenden Beziehungen und die Analyse der Abläufe der Interaktionen mit Hilfe von Videoclips. MarteMeo unterstützt die Entwicklungen von menschlichen Beziehungen durch Kommunikation.

 

 

 

HOT: Forschung und Entwicklung des Haushaltsorganisationstrainings

Interdisziplinäre Forschung im Feld.

Hilfeprozessforschung mittels sequentieller Intervention in der aufsuchenden Familienhilfe als Beitrag zur Armutsprävention

 

Im Rahmen der Armutsprävention in Familienhaushalten unterstützte das Bundesfamilienministerium die Konzeptentwicklung zur Verbesserung der Lebenssituation von Familien in prekären Lebenssituationen. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein (Prof. Dr. Stefanie Bödeker)

 

 

und dem Deutschen Caritasverband wurde HOT als systemisch-sozialarbeiterisches Interventionskonzept  zwischen 1999 und 2002 beforscht und entwickelt.

Das Projekt der Armutsprävention der Bundesregierung trug den Titel „Vermittlung von Haushaltsführungskompetenzen in prekären Lebenslagen“.

In dem wissenschaftlich interdisziplinär angelegten Projekt ( Sozialarbeitswissenschaft / Haushaltswissenschaft) ging es um die Entwicklung eines neuen Handlungsansatzes für den Fachdienst Familienpflege,schließlich entstand aus den Ergebnissen und Erkenntnissen HOT, das HaushaltsOrganisationsTraining der Familienpflege.

Familienpflegerinnen wurden systemisch geschult und trainiert mit dem Ziel , ihren diagnostischen Blick auf das System der Problemfamilie auszudifferenzieren. Sie begleiteten mehr als 50 Familien in Süd- und Norddeutschland in  ½ jährig bis zweijährigen Prozessen inmitten ihrer Alltagsbewältigung im Lebensfeld Haushalt und Alltagsorganisation. Für diese Arbeit wurde systemisches Handwerk entwickelt und die wissenschaftliche Fundierung in einem Assessment u.a. hilfreichen Dokumenten dargelegt.

Von einer Einsatzdichte in der Familie ausgehend wurde mittels Ressourcendiagnostik und  Ressourcenstärkung die Eigentätigkeit der Familie mobilisiert und in den Fallreflexionen immer wieder überprüft.

Die sozialarbeiterischen  Zugangsweisen, die systemische Intervention und Theoriefundierung  im Umgang mit Multiproblemfamilien halfen dabei, die Begleitprozesse zunehmend auszudünnen.

Die sequentielle Intervention   geht von einer genauen Bedarfsanalyse aus, die der Hilfeplanung zugrunde liegt und den Kontrakt erst möglich macht.

Dieser Phase folgt die Intensivphase, dieser folgt wiederum  die Stabilisierungsphase, von der Stabilisierung geht es zur Überprüfungsphase und schließlich zur Beendigung oder Überleitung des Auftrags in einen anderen Dienst ( meist SPFH) .

Gerade in prekären Lebenslagen zeigte sich der HOT –Ansatz mit systemischer Fundierung und Forschungsbegleitung als sehr hilfreich.

Die Ergebnisse sind dargelegt in:

dgh: Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft( Hg.) 2003: HOT Das Haushaltsorganisationstraining der Familienpflege Bd. 6,  Aachen, Freiburg

Zwicker-Pelzer, Renate: Hilfen in familialen Krisen: Ein Plädoyer für die Vernetzung von Hilfsangeboten. In :SiSo  Nr. 1, Jg.7(2002) Siegen

Zwicker-Pelzer, Renate: Patient : die ganze Familie in: neue Caritas, Heft 20 v. 15.November 2001

 

Arbeitsschwerpunkte

  • Beratung
  • Familientherapie
  • Supervision
  • Systemisches Arbeiten in Sozialer Arbeit und Pflege
  • Pädagogik der Befreiung, der Autonomie nach Paulo Freire