Approbation
 

Samstag

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Der Abschlußtag der 8. Jahrestagung beginnt mit 2 Hauptvorträgen von Prof. Dr. Schweitzer aus Heidelberg und Prof. Dr. Foerstl aus München.

Anschließend wird der Maria Bosch Preis verliehen. Die Jahrestagung schließt mit einem kleinen Festakt.

1. Hauptvortrag: „Zukunftsgestaltung eines Verbandes: Hirngespinste systemischer Organisationstheorie"

 

Prof. Dr. Jochen Schweitzer

Systemische Organisationstheorie kann etwas für einen Verband außerordentlich praktisches sein. Dies sollen gezeigt werden mithilfe einiger Konzepte, wie sie etwa Niklas Luhmann, Hellmut Willke und Fritz Simon bekannt gemacht haben. Einige für Verbände wie (nicht nur) die DGSF theoretisch wie praktisch interessante Fragen sind:

(1) Storytelling: Wie wird ein Verband zu der Geschichte, die er über sich selbst erzählt?

(2) System-Umwelt-Grenzen: wen wollen wir unter uns haben und wen nicht und warum (nicht)? (3) System-Umwelt-Beobachtungen: wer gehört auf unsere Umweltlandkarte? (4) Steuerung: Mit welchem Mix aus Visionen, Beziehungsarbeit, Powerplay und Geldinvestition steuert sich ein Verband? (5)  Wie fallen Entscheidungen:  nach Geschäftsordnung, nach Beratung Aller mit Allen, durch einzelne Entscheider? (6) Zweckrationalität, Autopoiesis und Organisationskultur: Wieviel investiert ein Verband in äußere Erfolge und in innere Selbstpflege? (7) Wissensmanagement: Wie kann ein Verband klüger oder dümmer als seine Mitglieder werden?

 

 

2. Hauptvortrag: Neurobiologische Perspektiven einer zukünftigen Psychotherapie

Prof.Dr. Hans Foerstl

Moderne neurobiologische Forschung kann den Humanwissenschaften wesentliche neue Impulse geben. Sie ist imstande, manche psychologische Konzepte extern zu validieren (oder auch nicht) und scheinbar offensichtliche Wahrheiten und tradierte Konzepte mit neuen Erkenntnissen zu erschüttern. Während die Geisteswissenschaften, infiziert von der Philosophie, bisher nach unerschütterlichen Wahrheiten suchten und gelegentlich vorgaben, sie sogar gefunden zu haben, ist die Neurobiologie in einem ständigen Wandel. Sobald ihre Einsichten ähnlich statischen Charakter gewinnen, wie er in konventionellen Disziplinen erwartet wird, oder sobald die Ergebnisse als blanke Bestätigung konventioneller Ansichten angesehen werden, und nicht mehr als Denkanstösse, werden sie selbst zum Problem und nicht zu einem Lösungsansatz.

 

Ein populäres Thema – die „theory of mind“ – kann beispielhaft herangezogen werden, um Nutzen und Nachteil der neurobiologischen Forschung und ihrer Anwendung – etwa im Bereich der systemischen Therapie – zu illustrieren.

 

Ausklang der Tagung

Verleihung des Maria Bosch-Preises

Übergabe des "Staffelstabes" an die Ausrichter der Jahrestagung im Jahr 2009

Danksagung

Abschluß der Tagung