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Workshop mit Ellert Nijenhuis, Autor von „Die Trauma-Trinität“ (V&R, 2016), im Januar 2018!

Workshop zum Thema -Enaktive Traumatherapie-

Termin: 08.01.2018 - 09.01.2018

Enaktivismus bezeichnet einen theoretischen Ansatz innerhalb der Kognitionswissenschaften. „Enaktivismus ist die Anschauung, dass Bewusstsein und Erkenntnis dadurch zustande kommen, dass wir uns wieder und wieder in gleichartigen Mustern von weltbezogener Wahrnehmung und motorischer Tätigkeit betätigen“ (Fuchs & DeJaeger, 2010; Kruger, 2010; Thompson, 2007) In ständiger Wechselwirkung entstehen ein Selbst, eine Welt und ein Selbst als Teil dieser Welt. Auch traumatisierte Individuen werden als Organismus-Umwelt-System gesehen. Als autonome Zentren von Handeln oder Reaktion und Leiden bemühen sie sich, in schädlicher und überwältigender Umwelt zu überleben. Unfähig, das traumatisierende Erlebnis zu integrieren, entsteht eine mehr oder weniger komplexe Abspaltung der Persönlichkeit. Diese Persönlichkeitsspaltung zu bewältigen, verlangt intensive Kommunikation, Koordination und Kooperation unter den verschieden Persönlichkeitsanteilen sowie die Kommunikation der Anteile mit dem Therapeuten.

„Enaktive Traumatherapie“ ist dabei eine mitfühlende und engagierte Bemühung, das Bewusstsein auf Kommunikationsebenen zu bringen, die es erlauben, in für den Patienten machbaren Schritten, neue wohlwollende und heilende Erfahrungen entstehen zu lassen.

Der Workshop bietet eine Einführung in die angesprochenen neuen Paradigmen für das Verständnis und den damit verbunden Umgang mit Traumata und Persönlichkeitsspaltung. Er beinhaltet Erläuterungen, Demonstrationen sowie praktische Übungen.

Anmeldung und weitere Infos unter: www.ifs-essen.de/fortbildung/workshops/alle-workshop/enaktive-traumatherapie