Institutsambulanz
 

Aktuelles

29.09.2014: 3. Ausbildungsgruppe in Systemischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie gestartet!

Am vergangenen Wochenende ist im ifs die inzwischen 3. Gruppe der Approbationsausbildung gestartet.

 

16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich auf den 5 - jährigen Weg zur/m Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/in im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie gemacht!

 

Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, beteiligten Trainerinnen und Trainern sowie Supervisorinnen und Supervisoren eine guten gemeinsamen Weg - eine gute Reise!

 

29.09.2014: Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des HK 40!!

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des HK 40!! In den vergangenen Tagen feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des HK 40 in Essen den Abschluss ihrer 3-jährigen Weiterbildung in "Systemischer Familientherapie und Grundzüge der Supervision".

Allen Kolleginnen und Kollegen möchten wir herzlich gratulieren und uns bedanken, dass wir Sie in den letzten Jahren in Ihrer beruflichen Entwicklung begleiten durften. Wir freuen uns darauf Euch irgendwann im ifs oder bei einer anderen Gelegenheit wiederzusehen!

03.09.2014: Neuer Kammervorstand in NRW

PTK NRW hat einen neuen Vorstand gewählt

 

 

In ihrer konstituierenden Versammlung hat die Psychotherapeutenkammer NRW am 29. August 2014 einen neuen Vorstand gewählt. Zum neuen Präsidenten der 4. Kammerversammlung für die Wahlperiode 2014 bis 2019 wurde Gerd Höhner gewählt, der in leitender Funktion beim Landschaftsverband Rheinland für die Kliniken des Maßregelvollzugs tätig ist. Damit steht erstmals ein Angestellter an der Spitze des PTK-Vorstandes. Stellvertreter wurde Andreas Pichler, als Psychologischer Psychotherapeut niedergelassen in eigener Praxis in Königswinter.

 

Als Beisitzer wurden wiedergewählt: Barbara Lubisch, niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin, Hermann Schürmann, leitender Psychologischer Psychotherapeut in einer Klinik, Cornelia Beeking, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, angestellt in Münster (zurzeit in Elternzeit) und Bernhard Moors, niedergelassener Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in Viersen. Zum neuen Beisitzer wurde Wolfgang Schreck gewählt, der in leitender Funktion in der Jugendhilfe tätig ist.

 

Der neue Vorstand bedankte sich bei der bisherigen Präsidentin, Frau Monika Konitzer, für die hervorragende Arbeit der letzten Jahre und betonte, dass er sich in der Kontinuität der Politik der PTK NRW besonders für die Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgungsangebote einsetzen wird. Besonderer Schwerpunkt wird dabei die sektorübergreifende Versorgung sein mit den Zielen, die ambulanten und stationären Versorgungsangebote zu vernetzen und die psychotherapeutischen Behandlungsangebote auszubauen und zu sichern.

 

Die Vorstandskoalition ist mit einer breiten Mehrheit in der Kammerversammlung ausgestattet, so dass die Kammer NRW handlungsfähig und ein verlässlicher Partner der Gesundheitspolitik bleibt.

22.08.2014: Systemische Therapie auf Krankenschein – Prüfauftrag für das IQWiG

Quelle: https://www.idw-online.de/de/news600349

 

21.08.2014 16:22

Systemische Therapie auf Krankenschein – Prüfauftrag für das IQWiG

Bernhard Schorn Geschäftsstelle

Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V.

 

In seiner heutigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einstimmig beschlossen, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zu beauftragen, das psychotherapeutische Verfahren Systemische Therapie zu bewerten. „Wir begrüßen diesen Schritt und nehmen an, dass die Versicherten demnächst auch Systemische Therapie als Kassenleistung beanspruchen können“, sagt Dr. Björn Enno Hermans für die systemischen Fachverbände DGSF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie) und SG (Systemische Gesellschaft).

 

Wenn Systemische Therapie positiv bewertet und in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wird, stände den gesetzlich Versicherten ein weiteres Psychotherapieverfahren für ambulante Behandlungen zur Verfügung. Bisher dürfen die gesetzlichen Krankenkassen nur Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse bezahlen. Rückendeckung erhalten DGSF und SG von der Gesundheitsministerkonferenz: Sie forderte im Juni 2014 den G-BA auf, weitere psychotherapeutische Verfahren für die Patientenversorgung zuzulassen.

 

Nach Einschätzung von Hermans hat das IQWiG „ein echtes Mammutprojekt“ als Auftrag erhalten. Relevante Studien zu Systemischer Therapie seien zu identifizieren und auszuwerten. Hermans: „Das Prüfverfahren soll dafür sorgen, dass die Krankenkassen nur Therapieformen bezahlen, die den Patientinnen und Patienten wirklich helfen. Systemische Therapie hilft schnell und nachhaltig. Sie ist ein international praktiziertes und gut erforschtes Psychotherapieverfahren.“

 

DGSF und SG haben dem G-BA Wirksamkeitsbelege für ein breites Spektrum an psychischen Störungen vorgelegt. Die Bundespsychotherapeutenkammer sowie die großen psychotherapeutischen Berufs- und Fachverbände haben dem G-BA in Stellungnahmen ebenfalls die Zulassung Systemischer Therapie als von den Krankenkassen bezahltes Verfahren empfohlen.

 

Systemische Therapie, die sich aus der Familientherapie und der Kurzzeittherapie heraus entwickelt hat und international breit etabliert ist, setzt ihren Schwerpunkt auf das soziale Umfeld psychischer Störungen. Die Einbeziehung relevanter weiterer Personen, wie z. B. (Patchwork)-Familienmitglieder, und die Vernetzung verschiedener Hilfsangebote ist dabei zentral. Ihre Wirksamkeit konnte die Systemische Therapie bereits 2008 vor dem Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie nachweisen. Seither ist sie in Deutschland als wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren eingestuft.

 

In zwei bis drei Jahren soll das Ergebnis des IQWiG dem G-BA als Grundlage zur weiteren Beratung vorliegen. Mit einer Entscheidung des G-BA wird in frühestens drei Jahren gerechnet. Bis dahin müssen psychisch Kranke, die mit Systemischer Therapie behandelt werden wollen, dies aus eigener Tasche bezahlen.

 

verantwortlich:

 

Bernhard Schorn, DGSF

Jakordenstraße 23, 50668 Köln

Fon 0221 61 31 33 | Fax 0221 9 77 21 94

E-Mail: schorn@dgsf.org

www.dgsf.org

 

Sebastian Baumann, SG

Brandenburgische Str. 22, 10707 Berlin

Fon: 030 53 69 85 04 | Fax: 030 53 69 85 05

E-Mail: sbaumann@systemische-gesellschaft.de

www.systemische-gesellschaft.de

 

 

20.08.2014: Samstag, den 23.08.2014: Sommerfest im Hof des ifs in Essen

Liebe Teilnehmer/innen und Ehemalige, liebe Trainer/innen,

 

wir hoffen auf gutes Wetter und freuen uns auf eine Wiedersehen am Samstag bei Kaffee, Kuchen und Waffeln.

 

Herzliche Grüße vom ifs

 

09.07.2014: Wir trauern um Jörg Fellermann

Wir trauern um Jörg Fellermann

 

Am 6. Juli ist der von uns sehr geachtete und hoch geschätzte Kollege und Geschäftsführer der DGSv (Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V.), Jörg Fellermann, nach schwerer Krankheit verstorben.

Unser Beileid und Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen in dieser schwierigen Zeit!

 

11.06.2014: Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des HK 39!!

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des HK 39!! In den vergangenen Tagen feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des HK 39 in Köln den Abschluss ihrer 3-jährigen Weiterbildung in "Systemischer Familientherapie und Grundzüge der Supervision". Allen Kolleginnen und Kollegen möchten wir herzlich gratulieren und uns bedanken, dass wir Sie in den letzten Jahren in Ihrer beruflichen Entwicklung begleiten durften. Wir freuen uns darauf Euch irgendwann im ifs oder bei einer anderen Gelegenheit wiederzusehen!

27.05.2014: Psychotherapeutenkammer NRW verabschiedet Weiterbildungsordnung mit Systemischer Therapie

Weiterbildungsordnung mit Systemischer Therapie in NRW

 

 

Die Delegiertenversammlung der Psychotherapeutenkammer NRW hat am 23. Mai eine Weiterbildungsordnung in Systemischer Therapie verabschiedetet.

Nach den Kammern Rheinland-Pfalz, Hessen, Bremen Baden-Württemberg hat NRW jetzt als fünfte Kammer nach längerer Vorlaufzeit und Beratung Systemische Therapie in ihrer Weiterbildungsordnung verankert. Die Musterweiterbildungsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer sieht eine entsprechende Regelung bereits seit November 2011 vor.

 

Künftig haben auch approbierte Kammermitglieder in NRW die Möglichkeit, sich mit einer anerkannten Weiterbildung für Systemische Therapie zu qualifizieren und die Zusatzbezeichnung „Systemische Therapie“ zu führen.

 

 

http://www.dgsf.org/news/weiterbildungsordnung-mit-systemischer-therapie-in-nrw

16.05.2014: Ärzteblatt: Systemische und Familientherapie: Vielfältig und wegweisend

 

THEMEN DER ZEIT 

 

Systemische und Familientherapie: Vielfältig und wegweisend

PP 13, Ausgabe Mai 2014, Seite 217

 

Sonnenmoser, Marion

Systemische Therapie und Familientherapie sind wirksame, evidenzbasierte Verfahren, die einen bedeutsamen Beitrag für die psychische Gesundheit der Bevölkerung leisten. Das wurde bei der ersten europäischen systemischen Forschungstagung in Heidelberg deutlich.

Wie systemische Forschung aussieht und was sie leistet – diesen und anderen Fragen gingen etwa 250 systemisch und familientherapeutisch arbeitende Psychologen und Psychotherapeuten aus 23 Ländern vom 6. bis 8. März auf der ersten europäischen Tagung zu systemischer Forschung in Therapie, Pädagogik und Organisationsentwicklung unter der Leitung von Prof. Dr. Jochen Schweitzer, Heidelberg, und Prof. Dr. Matthias Ochs, Fulda, nach. Die Tagung mit dem Titel „Systemische Praxis mit systemischer Forschung verknüpfen“ wurde vom Institut für Medizinische Psychologie im Zentrum Psychosoziale Medizin der Universität Heidelberg in Kooperation mit der European Family Therapy Association (EFTA), der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie, der Systemischen Gesellschaft sowie dem Helm Stierlin Institut (Heidelberg) veranstaltet.

 

Dabei wurde ein weiter thematischer Bogen gespannt, der von Praxis-, Therapie- und Managementforschung über Forschung in sozialer Arbeit, Pädagogik und Beratung bis hin zu europäischen Forschungskooperationen reichte. Es wurde insbesondere der Frage nachgegangen, welche Forschungsmethoden, -themen und -netzwerke den größten Ertrag für die Erforschung sozialer Systeme und systemischer Interventionen versprechen und in den nächsten zehn Jahren wegweisend sein werden. Auch wurde diskutiert, welche Forschungsmethoden (zum Beispiel kontrollierte klinische Studien) und Ansätze (zum Beispiel qualitativ versus quantitativ) sich für die Untersuchung systemischer Therapie besonders eignen und welche nicht (Kasten). Darüber hinaus wurde unter anderem erörtert, wie sich die Lücken zwischen Forschung und Praxis schließen lassen, wie praktizierende Therapeuten von aktuellen Forschungsergebnissen profitieren können und wie sich bestimmte systemische Methoden am besten einsetzen lassen. Auch wurde diskutiert, wo systemische und Familientherapie momentan stehen und wie es beispielsweise im Hinblick auf eine Kassenzulassung weitergeht. Außerdem gaben die Referenten Einblicke in konkrete Fälle und in ihre laufenden Forschungsarbeiten. Insgesamt zeigte sich, wie vielfältig systemische und Familientherapieforschung sein kann.

Familientherapien gelten als aufwendig und kompliziert

Zu Beginn der Tagung berichtete der US-amerikanische Psychologe D. Russell Crane, Professor für Paar- und Familientherapie an der Brigham Young University (USA), über seine Forschungsarbeiten zur Wirksamkeit und den Kosten von Familientherapie. Er bezog sich dabei vor allem auf amerikanische Krankenversicherungsakten und Langzeitstudien. Er führte aus, dass Psychotherapien oft wirksamer sind, wenn Familienangehörige miteinbezogen werden. Dennoch wird diese Option immer noch zu selten genutzt, denn Familientherapien gelten als kompliziert und aufwendig. Außerdem wird befürchtet, dass die Behandlungen dadurch wesentlich teurer würden und länger dauerten. Dass dies oft nicht zutrifft und dass sich der Mehraufwand, der durch die Einbeziehung von Familienmitgliedern entsteht, sogar rechnet, belegte er anhand von verschiedenen Datenanalysen. So stellte sich beispielsweise heraus, dass Personen, die wegen chronischer Erkrankungen das Gesundheitssystem stark beanspruchten, dieses nach begleitenden Paar- und Familientherapien signifikant weniger in Anspruch nahmen. Ein Vergleich von Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten, die entweder zusätzlich mit Familientherapie oder ohne diese behandelt worden waren, zeigte außerdem, dass die Gesamtbehandlungskosten durch die begleitende Familientherapie nicht anstiegen. Anhand einer Studie mit schizophrenen Patienten kam Crane zum selben Ergebnis. Er stellte fest, dass sich die Behandlungskosten insgesamt sogar senken lassen, wenn Familientherapie begleitend eingesetzt wird. Diese Befunde sprechen nach Crane dafür, dass mit dem ergänzenden Einsatz von Familientherapie oft viel gewonnen und psychotherapeutische Behandlungen von vielen psychischen Erkrankungen wirksamer gemacht werden könnten. Er fasst seine Ergebnisse folgendermaßen zusammen: „Familientherapie ist ganz offenbar eine kosteneffiziente Form der Psychotherapie.“

Einen Überblick über die Rolle der systemischen Therapie in den Gesundheitssystemen von 36 europäischen Ländern gab Prof. Dr. Maria Borcsa, Klinische Psychologie an der Fachhochschule Nordhausen und Vorsitzende der EFTA. Verglichen mit anderen Ländern gibt es in Deutschland nur wenige psychotherapeutische Verfahren, die als wissenschaftlich anerkannt und wirtschaftlich gelten und deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden; die systemische Therapie gehört noch nicht zu den Richtlinienverfahren. Laut Borcsa sind von 23 europäischen Ländern nur 21 Prozent ähnlich restriktiv, in anderen Ländern werden hingegen wesentlich mehr psychotherapeutische Verfahren anerkannt, teilweise gibt es keinerlei Einschränkungen.

Heutzutage sind systemische und Familientherapie in den meisten europäischen Ländern verbreitet und akzeptiert. Dennoch haben sie zunehmend einen schweren Stand. Zu den Hindernissen, die die Anwendung und Verbreitung der Verfahren erschweren, zählt erstens die Kostenübernahme. Da die Übernahme der Kosten durch das öffentliche Gesundheitssystem in vielen Ländern aus verschiedenen historischen, strukturellen und finanziellen Gründen nicht gewährleistet ist und Psychotherapien immer öfter privat finanziert werden müssen, können sich bald nur noch wohlhabende Eliten die Behandlung mit diesen Verfahren leisten.

Bedeutung der Rolle der Familie in der Gesellschaft

An zweiter Stelle stehen gesellschaftliche Veränderungen. Die Zukunft der systemischen und Familientherapie hängt unter anderem davon ab, als wie wichtig die Einbindung des Individuums in eine Gemeinschaft und die Rolle der Familie für den therapeutischen Prozess angesehen werden. Während in vielen, vor allem süd- und osteuropäischen Ländern die Familie nach wie vor eine bedeutsame Institution ist, nimmt in Deutschland seit einigen Jahren die Zahl der Haushalte mit drei und mehr Personen ab, während die Zahl der Single-Haushalte kontinuierlich steigt. Mittlerweile leben drei Viertel aller Deutschen in einem Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt. Drittens: die ökonomische Situation. Die letzte Finanzkrise hat viele Länder dazu veranlasst, die Leistungen ihrer Gesundheitssysteme zu reduzieren und zuvor öffentlich finanzierte therapeutische Verfahren nicht weiter zu fördern; diese Sparmaßnahmen betrafen teilweise auch die systemische und die Familientherapie.

Trotz dieser Hindernisse sind systemische und Familientherapie laut Borcsa wirksame, evidenzbasierte Verfahren, die in den meisten europäischen Ländern einen bedeutsamen Beitrag für die psychische Gesundheit der Bevölkerung leisten. Damit dies so bleibt, meint Borcsa: „Systemische Therapeuten sollten sich dafür einsetzen, dass systemische und Familientherapie Bestandteile der jeweiligen Gesundheitssysteme bleiben und diese von innen heraus verändern.“

Dr. phil. Marion Sonnenmoser

 

 

 

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/archiv/159670/Systemische-und-Familientherapie-Vielfaeltig-und-wegweisend

 

 

16.05.2014: „Ritalin“ ist fast immer überflüssig

Pressemitteilung   10/2014

 

Schweizer UNO-Berater: „Ritalin“ ist fast

immer überflüssig

Die Schweiz ist bekannt für ihren wohltuend kritischen Umgang

mit der Diagnose ADHS und der Medikation von Kindern mit

Psychopharmaka.  Bereits im Jahr 2010 äußerten sich dortige

Ärzte und Psychologen besorgt, nachdem der Verbrauch von

Methylphenidat, dem Wirkstoff in Psychopharmaka wie Ritalin,

erneut um 10 % gestiegen war. Sogar Senioren würden bereits

mit Methylphenidat behandelt (1).

Im Jahr 2011 nimmt die Nationale Ethikkommission im Bereich

Humanmedizin (NEK-CNE) der Schweiz Stellung­ zum Einsatz von

Psycho­pharmaka für eine Leistungs­steigerung des Gehirns, dem

sogenannten Enhancement, und geht auch kritisch auf den Einsatz

von Medikamenten mit dem Wirkstoff Methylphenidat bei Kindern

ein. Weil pharmakologische Wirkstoffe zwar Verhaltensänderungen

verursachten, das Kind aber damit nicht lerne, wie es solche Ver-

haltensänderungen selbst erzielen könne, werde dem Kind eine

wichtige Lernerfahrung für eigenverantwortliches Handeln vorent-

halten. „In diesem Sinne wird durch Enhancement die Freiheit des

Kindes empfindlich eingeschränkt und es in seiner Persönlichkeits-

entwicklung gehemmt“, heißt es in der Stellungnahme der

NEK-CNE (2).

Und nun kritisiert der schweizer UNO-Berater Pascal Rudin

ADHS und ihre Medikation. Der hohe Ritalin-Konsum werde

zum Thema für die Uno, sagt er. Die Uno dürfte der Schweiz

deshalb empfehlen, strengere Regeln für den Ritalin-Konsum

von Kindern aufzustellen. Pascal Rudin: „Das Problem ist, dass

Ritalin verwendet wird, um eine Störung zu behandeln. Die Kernfrage lautet also: Was ist unser Verständnis von Störung? Klar ist, dass ein Kind im schulischen Umfeld relativ schnell einmal stören kann. Aber das heißt noch nicht, dass es eine Störung im medizinischen Sinn hat. Das Aufmerk- samkeitsdefizitsyndrom  ADHS wird als Krankheit definiert, lässt sich aber medizinisch kaum messen. Es werden also Kinder stigmatisiert, nur weil Ritalin kurzfristig funktioniert und effizient ist. Die Uno dürfte in diesem Zusammenhang auch auf grundlegende ethische Prinzipien verweisen: Ärzte sollten uns therapieren, nicht unsere Leistung steigern.“ (3)

Rudin weist weiter darauf hin, dass „Ritalin“ nur dann berechtigt sei, wenn man eine echte biologisch-medizinische Grundlage für die Verschreibung habe. Dies treffe aber bei höchstens 5 % der Kinder zu, die heute entsprechende Medikamente einnehmen, so dass bei 95 % der Kinder –also fast immer- diese Psychopharmaka überflüssig seien

Die Konferenz ADHS begrüßt und unterstützt diese Position, bezweifelt aber Rudins Annahme von 5 % der medizierten Kinder, bei denen eine „echte“ biologisch-medizinische Grundlage vorliege. Eine solche Grundlage existiert bei ADHS aber nicht. Wenn Methylphenidat vorübergehend indiziert ist, dann nicht aus biologisch-medizinischen, sondern ausschließlich aus psychosozialen Gründen (etwa als Teil einer Intervention bei einer eskalierenden Krise).

(1)   www.psychologische-adhs-therapie.

ch/pictures/ritalin_boom.pdf

(2)   http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48124/Ethikkommission-der-Schweiz-besorgt-ueber-Ritalineinsatz-bei-Kindern

(3)   http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/ritalin-ist-fast-immer-ueberfluessig-1.18273581

 

 

 

 

KONFERENZ ADHS

c/o H.-R. Schmidt  Lange Fuhr 29

D – 53332 Bornheim

Tel.: 02227-909195

Fax: 02227-909189

E-Mail: konferenz-adhs@online.de

Internet: www.adhs-konferenz.de

Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt

(Sprecher )

Prof. Dr. Bernd Ahrbeck

Prof. Dr. Dipl.-Psych. Karl Gerlicher+

Prof. Dr. Dieter Mattner

Prof. Dr. Manfred Gerspach

Prof. Dr. Reinhard Voß

Dr. rer. biol. hum. Hans Hopf

Prof. Dr. med. Annette Streeck-Fischer

Heilpädagoge Henning Köhler

Dipl.-Päd. Günter Molitor

Dipl.-Sozialpäd.  Nicola Raschendorfer

Dipl.-Sozialpäd.  Hubert Geue

Dipl.-Biologe Peter Boehm

Dipl.-Pädagoge Rolf Robischon

Dipl.-Psych. Helga Rühling +

Dr. med. Hans von Lüpke

Dr. med Terje Neraal

Dipl.-Psych. Frank Müller

M. Phil. Werner Gottschall

Dr. med. Dunja Voos

Dr. phil. Dipl.-Psych. Claus Koch

M.A. Matthias Wenke

Prof. Dr. Eckhard Rohrmann

Dr. Thomas Damberger

Nicola Fels, Ärztin

Dr. med. Silke Schwarz

Dr. Adelheid M. Staufenberg

Dipl.-Biol. Cornelia Stolze 

 Prof. Dr. phil. Birgit Herz 

 

 

 

06.05.2014: An der Uni Freiburg wird eine Stiftungsprofessur für Systemische Familientherapie eingerichtet!

Quelle: www.med.uni-freiburg.de/dekanat/berufungsverfahren/Systemische_Familientherapie.html

 

 

An der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist in der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Freiburg Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

 

W 3-Stiftungsprofessur für Systemische Familientherapie

 

zu besetzen.

 

Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber vertritt das Fach Systemische Familientherapie in Forschung und Lehre. Mit der Professur soll der familientherapeutische Schwerpunkt der Klinik ausgebaut werden.

 

Es wird eine langjährige Erfahrung in der Systemischen Therapie, Aus-, Fort- und Weiterbildung und in der Forschung erwartet. Gesucht wird eine international ausgewiesene Forscherpersönlichkeit mit der Bereitschaft, die bestehenden klinischen, wissenschaftlichen und didaktischen Schwerpunkte der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie zu ergänzen und weiterzuentwickeln. Besonderer Wert wird auf Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit gelegt. Einwerbung von begutachteten Drittmitteln und Erfahrung in der Führung einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe werden vorausgesetzt. Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Studium der Psychologie, Medizin oder verwandter Studiengänge sowie die Habilitation oder eine gleichwertige wissenschaftliche Leistung. Der Nachweis der pädagogischen Eignung ist zu erbringen.

 

Die Stiftungsprofessur steht zunächst befristet für zehn Jahre zur Verfügung. Die Anstellung erfolgt als Professorin/Professor im Angestelltenverhältnis. Nach acht Jahren erfolgt eine Evaluation, auf deren Basis über die Weiterführung der Professur entschieden wird.

Die Alberts-Ludwigs-Universität Freiburg fördert Frauen und fordert sie deshalb ausdrücklich zur Bewerbung auf. Die Universität bekennt sich nachdrücklich zu dem Ziel einer familiengerechten Hochschule. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

 

Bewerberinnen und Bewerber können sich unter dem folgenden Link die erforderlichen Bewerbungsunterlagen herunterladen:

www.med.uni-freiburg.de/dekanat/berufungsverfahren

Bei Rückfragen: Tel. +49-761-270-84620/84660; Fax +49-761-270-84670;

E-Mail: dekanat-professuren@uniklinik-freiburg.de

 

Die Bewerbungsunterlagen einschließlich eines Nachweises der Lehrkompetenz und der Lehrpersönlichkeit senden Sie bitte bis zum 25.05.2014 per E-Mail an die Dekanin der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität, Frau Professor Dr. K. Krieglstein, D-79085 Freiburg i.Br. (dekanat-professuren@uniklinikfreiburg.de).

 

Ansprechpartner (Fakultät)

Frau Prof. Dr. Kerstin Krieglstein (Vorsitzende Berufungskommission)

Ansprechpartner (Stabsstelle Gremien und Berufungen)

Frau Bohny (Tel.: 0761/270-84660, e-mail: karina.bohny@uniklinik-freiburg.de)

05.05.2014: Wahlaufruf der DGSF und der SG zu den Kammerwahlen in NRW 2014 (Mitte Mai bis Mitte Juni)!

Wahlaufruf  der DGSF und der SG zu den Kammerwahlen in NRW 2014 !

In diesem Jahr wird die Kammerversammlung - also das Parlament der approbierten Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (KJP) und der Psychologischen PsychotherapeutInnen  (PP) - wieder für fünf Jahre neu gewählt. Die Wahl  findet getrennt nach Berufsgruppen in 5 Wahlbezirken bzw. Regierungsbezirken des Landes NRW  als Listenwahl statt.

Auch SystemikerInnen der DGSF und der SG stellen sich zur Wahl.

Im Wahlkreis des Regierungsbezirks Köln kandidieren auf  der Liste Qualität durch Methoden- und Verfahrensvielfalt QdM  sieben  systemische PPler,  die zusätzlich auch in weiteren Verfahren aus- bzw. weitergebildet sind. Die Liste wird angeführt von den SystemikerInnen Anni Michelmann , Peter Müssen und Anne Lang.

Systemische KJPler kandidieren auf aussichtsreichen Plätzen der Liste Bündnis KJP: Birgit Breyer im Wahlkreis Arnsberg, Reinert Hanswille im Wahlkreis Düsseldorf und Rolf  Mertens im Wahlkreis Köln.

Bitte nutzen Sie Ihr Wahlrecht und geben unseren VertreterInnen  Ihre Stimme, damit die Systemische Therapie in der größten Landespsychotherapeutenkammer gut repräsentiert ist.

Seit Gründung der PTK NRW setzen sich die SystemikerInnen  in der QdM – Fraktion gemeinsam mit VertreterInnen der Gesprächspsychotherapie und anderen humanistischen Psychotherapieverfahren für den Erhalt der Verfahrensvielfalt und die berufs- und sozialrechtliche Anerkennung aller wissenschaftlichen  Verfahren ein.

Bitte geben Sie deshalb den PPlern von QdM Ihre Stimme, die im Wahlkreis Arnsberg (Ulrike Kunkel), Düsseldorf  ( Kerstin Engel, Gerd Höhner) und  Münster ( Peter Schott) auf der Liste Psychotherapeuten NRW kandidieren.

Gewählt wird von Mitte Mai bis Mitte Juni per Briefwahl.

Die Wahl endet am 16. Juni  2014 .

 

03.05.2014: Neuer Kurs in Systemischer Supervision und Grundzügen der OE gestartet

Am 1. Wochenende im Mai ist ein neuer Kurs in Systemischer Supervision beim ifs gestartet 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen die Weiterbildung die mit der Zertifizierung als systemische Supervisorin endet.

14.04.2014: Neuer Kurs in "Systemische Beratung für Teams und Gruppen" erfolgreich gestartet

14.04.2014: PIA´s fordern Mindeststandards in der Praktischen Tätigkeit

Mittwoch, 9. April 2014

Qualitätsstandards für die Praktische Tätigkeit notwendig - 10. Bundeskonferenz der Psychotherapeuten in Ausbildung

 

Die 10. Bundeskonferenz der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) verabschiedete am 25. März einstimmig ein Positionspapier zu Mindeststandards in der Praktischen Tätigkeit. Kernpunkte sind eine angemessene Vergütung auf Basis der Grundausbildung als Psychologe oder Pädagoge, Sicherstellung einer fachkundigen Anleitung und Aufsicht, Betonung des Beitrags an der Wertschöpfung der jeweiligen Praxisstätte. Ein gesetzlicher Mindestlohn stelle langfristig keinen angemessenen Maßstab für diese Vergütung dar.

 

Weitere Diskussionsthemen waren die Praxiswertermittlung und Best Practice Modelle mit Leuchtturmfunktion bei der Verbesserung der Ausbildungsbedingungen. Die 10. PiA-Bundeskonferenz wählte außerdem Anna Eiling aus Berlin zur neuen stellvertretenden Bundessprecherin. Theresia Köthke war aus beruflichen Gründen zurückgetreten.

 

 

Quelle: https://www.ptk-nrw.de/de/aktuelles/nachrichten-2014/detail/article/qualitaetsstandards-fuer-die-praktische-taetigkeit-notwendig-10-bundeskonferenz-der-psychotherape.html

03.04.2014: BPtK begrüßt RV-Leistungsverbesserungsgesetz: Psychisch bedingte Frührenten vermeiden

Donnerstag, 3. April 2014

Psychisch bedingte Frührenten vermeiden - BPtK begrüßt RV-Leistungsverbesserungsgesetz

 

 

Der Deutsche Bundestag berät heute über bessere Leistungen für Frührentner („RV-Leistungsverbesserungsgesetz“). Durch das Gesetz sollen u. a. Erwerbsminderungsrenten erhöht und das Budget für Rehabilitationsleistungen ausgebaut werden. „Die geplanten Gesetzesänderungen sind für Menschen mit psychischen Erkrankungen wichtig“, stellt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), fest.

 

Fast jede zweite Frührente ist heute psychisch verursacht. Psychische Erkrankungen sind seit mehr als zehn Jahren die Hauptursache für gesundheitsbedingte Frührenten – mit großem Abstand vor körperlichen Erkrankungen. „Psychisch bedingte Frührenten könnten jedoch häufiger vermieden werden. Es mangelt an Behandlungsplätzen, aber auch an ausreichenden Rehabilitationsleistungen, die an den Bedarf von psychisch kranken Menschen angepasst sind“, kritisiert der BPtK-Präsident.

 

„Es sollte so weit wie möglich verhindert werden, dass psychisch kranke Menschen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden“, erklärt Richter. Frührentnern fehlen mit der Arbeit auch Faktoren, die psychisch stabilisierend wirken können, wie z. B. die Tagesstruktur, die Anerkennung durch die Arbeit, die sozialen Kontakte sowie das Gefühl, für die Gesellschaft nützlich zu sein. „Daher ist es wichtig, die Reha-Leitungen für psychisch kranke Menschen so weiterzuentwickeln, dass eine Teilhabe am Arbeitsleben möglich ist.“ Momentan erhält etwa jeder zweite psychisch kranke Frührentner in den fünf Jahren vor dem Rentenbescheid keine Reha-Leistung.

 

 

 

Quelle: https://www.ptk-nrw.de/de/aktuelles/nachrichten-2014/detail/article/psychisch-bedingte-fruehrenten-vermeiden-bptk-begruesst-rv-leistungsverbesserungsgesetz.html

17.03.2014: Systemische Therapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung? - BPtK empfiehlt Anerkennung

Montag, 17. März 2014 Systemische Therapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung? - BPtK empfiehlt Anerkennung Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) prüft zurzeit, ob die Systemische Therapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung bei Erwachsenen anerkannt werden kann. Deshalb hatte er Landespsychotherapeutenkammern, Fachgesellschaften und Einzelexperten bis zum 20. Februar 2014 um ihre Stellungnahme gebeten. Auch die BPtK hat hierzu eine ausführliche Stellungnahme abgegeben und sich für eine Anerkennung der Systemischen Therapie ausgesprochen. Die Systemische Therapie zählt seit dem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie (WBP) vom 14. Dezember 2008 zu den wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren. Der WBP bestätigte seinerzeit die Wirksamkeit der Systemischen Therapie in der Behandlung von Erwachsenen für die Anwendungsbereiche: Affektive Störungen (F3), Essstörungen (F50), Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten (F54), Abhängigkeiten und Missbrauch (F1, F55), Schizophrenie und wahnhafte Störungen (F2). Der WBP empfahl die Systemische Therapie als Verfahren für die vertiefte Ausbildung sowohl zum Psychologischen Psychotherapeuten als auch zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Der G-BA prüft nun, ob bei der Systemischen Therapie ein Nachweis des Nutzens, der medizinischen Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit belegbar ist – und zwar mindestens für die Anwendungsbereiche „Affektive Störungen“ sowie „Angststörungen und Zwangsstörungen“ und in mindestens einem der drei Anwendungsbereiche „somatoforme Störungen“, „Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen“ sowie „Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen“ oder in mindestens zwei der sonstigen Anwendungsbereiche der Psychotherapie-Richtlinie. Quelle: www.ptk-nrw.de

12.03.2014: Ärzteblatt berichtet über Systemische Forschungstagung in Heidelberg: Angehörige in Patienten­behandlungen einbeziehen spart Kosten

Angehörige in Patienten­behandlungen einbeziehen spart Kosten

Montag, 10. März 2014

 

Heidelberg – Familienangehörige in psychotherapeutische und medizinische Behand­lungen einzubeziehen, spart Kosten im Gesundheitswesen. Das berichtete Russell Crane von der Brigham Young University Utah bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie, des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Heidelberg und anderen vergangenes Wochenende in Heidelberg. Daten US-amerikanischer Versicherungsgesellschaften und aus dem staatlichen Gesundheitsdienst belegten, dass familientherapeutische Maßnahmen zum Beispiel die Zahl der Arztbesuche verringerten, insbesondere bei Menschen, die sehr oft zum Arzt gingen.

Der Fachverband nutzte die Studienergebnisse und kritisierte, dass in Deutschland im internationalen Vergleich zwar viele Mittel für die Psychotherapie zur Verfügung stünden, gleichzeitig aber die systemische Familientherapie als ambulante Leistung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werde.

 

„Deutschland ist das einzige Land von 36 Staaten in Europa, in dem die systemische Therapie den anderen wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren bei der Finan­zierung im Gesundheitswesen nicht gleichgestellt ist“, kritisierte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie, Björn Enno Hermans. „Systemische Therapie wirkt und spart und muss auch in Deutschland der Bevölkerung endlich als Kassenleistung zur Verfügung stehen“, so seine Forderung.  

 

© hil/aerzteblatt.de

 

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57892/Angehoerige-in-Patientenbehandlungen-einbeziehen-spart-Kosten

 

 

27.02.2014: PTK NRW: Zahl der stationären Behandlungen von Kindern und Jugendlichen mit Depressionen in den vergangenen acht Jahren verdreifacht

Quelle:  https://www.ptk-nrw.de/de/aktuelles/nachrichten-2014/detail/article/kinder-und-jugendliche-mit-depressionen-richtig-behandeln-s3-leitlinie-gibt-wissenschaftlich-fundi.html

 

 

Mittwoch, 26. Februar 2014

Kinder und Jugendliche mit Depressionen richtig behandeln

S3-Leitlinie gibt wissenschaftlich fundierte Empfehlungen

 

Die Zahl der stationären Behandlungen von Kindern und Jugendlichen mit Depressionen hat sich nach Angaben der Krankenkasse DAK-Gesundheit in den vergangenen acht Jahren verdreifacht. Allein im Jahr 2012 waren es 12.567 stationär behandelte 10- bis 20-Jährige. Während in der Kindheit Mädchen und Jungen ungefähr gleich häufig betroffen sind, sind es im Jugendalter überwiegend Mädchen und junge Frauen. Sie sind doppelt so oft wegen einer Depression in stationärer Behandlung wie junge Männer.

 

Extreme Stimmungsschwankungen, aggressives Verhalten, abfallende Schulleistungen oder körperliche Beschwerden, wie anhaltende Kopfschmerzen, Gewichtsverlust und Schlafstörungen, können sowohl Symptome einer Depression als auch Phänomene der pubertären Entwicklung sein. Daher empfiehlt die DAK-Gesundheit eine rechtzeitige Abklärung bei einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder einem Kinder- und Jugendpsychiater. „Mit der S3-Leitlinie stehen den Experten seit 2013 wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose einer Depression zur Verfügung“, stellt Peter Lehndorfer, Vorstandsmitglied der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), fest.

 

Bei leichten und mittelgradigen Depressionen empfiehlt die Leitlinie vor allem eine Psychotherapie, da eine Pharmakotherapie zu verstärkten Suizidgedanken und anderen unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Bei einer schweren Depression sollte eine Kombinationstherapie von Psycho- und Pharmakotherapie erwogen werden. Dabei sollte durch Kontrolluntersuchungen sichergestellt werden, dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen rechtzeitig erkannt werden.

 

Kinder und Jugendliche mit depressiven Störungen können im Regelfall ambulant behandelt werden. Eine stationäre Behandlung kann erforderlich sein, wenn Suizidgefahr besteht und mit dem Kind oder Jugendlichen keine Absprachen getroffen werden können, wenn es erhebliche psychosoziale Belastungen gibt oder wenn die Bewältigung des Alltags eine zu hohe Anforderung für die Kinder und Jugendlichen ist.

 

„Nicht jede Depression muss sofort psychotherapeutisch oder medikamentös behandelt werden“ so der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Lehndorfer. Bei leichten depressiven Störungen kann zunächst eine aktive Unterstützung, Beratung oder Psychoedukation über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen ausreichend sein. Voraussetzung ist dafür allerdings, dass es keine nennenswerten Risikofaktoren, familiäre Vorbelastungen durch affektive Störungen oder Warnsignale für eine Verschlechterung der Erkrankung gibt.

 

„Für eine flächendeckende Umsetzung der Empfehlungen brauchen wir Rahmenbedingungen, in denen auch Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die Gesamtverantwortung in der Versorgung depressiver Kinder und Jugendlicher übernehmen können. Dazu gehört, die Erbringung oder Veranlassung der genannten Unterstützungs- und Beratungsleistungen in den Leistungskatalog von Psychotherapeuten aufzunehmen“, fordert Lehndorfer.

 

Downloads:

» Langfassung S3-Leitlinie „Behandlung von depressiven Störungen bei Kindern und Jugendlichen“ (AWMF-Registernummer 028-043) [PDF-Dokument, 1.4 MB]

 

» Pressemitteilung der DAK-Gesundheit [PDF-Dokument, 221 MB]

    

26.02.2014: Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des HK 38 !!

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des HK 38!!

 

In den vergangegen Tagen feierten die Teilnehmerinnen udn Teilnehmer des HK 38 in Essen den Abschluss ihrer 3-jährigen Weiterbildung in "Systemischer Familientherapie und Grundzüge der Supervision"

Allen Kolleginnen und Kollegen möchen wir herzlich gratulieren und uns bedanken das wir Sie in den letzten Jahren in Ihrer beruflichen Entwicklung begleiten durften.

 

Wir freuen uns darauf euch irgendwann im ifs oder bei einer anderen Gelegenheit wieder zu sehen!

 

22.02.2014: Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des SB 12 !!

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des SB 12 !!

 

In den vergangegen Tagen feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des SB 12

in Essen den Abschluss ihrer 2-jährigen Weiterbildung in "Systemischer Beratung"

 

Allen Kolleginnen und Kollegen möchen wir herzlich gratulieren und uns bedanken das wir Sie in den letzten Jahren in Ihrer beruflichen Entwicklung begleiten durften.

 

Wir freuen uns darauf euch irgendwann im ifs oder bei einer anderen Gelegenheit wieder zu sehen!

 

03.02.2014: Joachim Wenzel veröffentlicht Studie zum „Wandel der Beratung durch Neue Medien“ - Im Juni macht er dazu einen Fachtag im ifs

Infos zum Fachtag im ifs

Do 05.06.2014:

Neue Medien in Beratung und Therapie –

Einflüsse einer veränderten Alltagskommunikation auf die systemische Praxis  

www.ifs-essen.de/workshops-fachtage/fachtage/neue-medien-in-beratung-und-therapie/

 

 

 

Infos zur Studie:

www.jugendhilfeportal.de/hze/artikel/eintrag/studie-zum-wandel-der-beratung-durch-neue-medien-veroeffentlicht/

 

 

Beratung selbst geschieht immer häufiger medienbasiert, sei es z.B. als Onlineberatung oder per E-Mail parallel zur Face-to-Face-Beratung. Die Studie geht der Forschungsfrage nach, wie sich die Beratung innerhalb psychosozialer Einrichtungen durch Neue Medien verändert.  

 

Dr. Joachim Wenzel beschäftigt sich mit neuen Medien in der pädagogischen Praxis und betreibt Beratungsforschung an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Im Rahmen seiner Promotion zum Dr. phil. veröffentlichte er die Ergebnisse der Studie "Wandel der Beratung durch Neue Medien".

Einen zentralen Teil des veröffentlichten Buches zur Studie stellt die ausführliche Falldarstellung der fünf beteiligten Beratungsstellen und der neun interviewten Beraterinnen und Berater dar. Untersucht wurden zu diesem Zweck psychosoziale Beratungsstellen, u.a. mit Angeboten der Paar-, Sexual-, Schuldner-, Drogen-, Kinder-, Jugend- und Erziehungsberatung. Dabei kommen die professionellen Akteure der Beratung selbst zu Wort und zeigen die Veränderungen durch die Neuen Medien aus einer Binnenperspektive der Beratungsstellen. Dabei zeigt sich etwa, dass von den möglichen Beratungssettings lediglich Einzel-Face-to-Face-Beratung und Mailberatung von allen Stellen umgesetzt werden und andere Beratungsformate (wie Chat und Foren) von einzelnen Stellen sogar für die Zukunft ausgeschlossen werden. Deutlich wird bei der strukturellen Untersuchung auch, dass zum Auftrag der Beratungsstellen neben dem eigentlichen „Kerngeschäft“ der Beratungsarbeit Bildungs- und Präventionsarbeit gehören, die jedoch auch trotz großer Nachfrage oft vernachlässigt werden, da es dazu keine hinreichende Finanzierung gibt. Es wird auch deutlich, dass die verschiedenen Beratungsformen, die angeboten werden, konzeptionell in der Regel nicht systematisch aufeinander bezogen werden und neuere Angebote additiv hinzukommen, ohne dass das Gesamtangebot neu in den Blick genommen und aufeinander abgestimmt wird.

Die Ergebnisse der vergleichenden Interpretation zeigen die zentralen Entwicklungen und Perspektiven aus Sicht der Beraterinnen und Berater auf. In diesem Ergebnisteil wird also auf stellenübergreifende Themen und Veränderungen fokussiert. Hier geht es unter anderem um den Prozess der Einführung von Informations- und Kommunikationstechnik (z.B. vernetzte PC-Arbeitsplätze) in Beratungsstellen, wahrgenommene veränderte Problemlagen (z.B. Internetsucht) und Lebenswelten der Klienten durch das Internet (bspw. veränderte Kommunikationsgewohnheiten), aber auch um die fachliche Weiterentwicklung der Beratungsmethodik sowie den Wandel der Beraterrolle durch Neue Medien.

 

Die Überschriften der Unterkapitel benennen die zentralen Ergebnisse:

  • Technikeinführung zwischen Angst und Faszination
  • Kommunikationstechnik befördert Vernetzung im Beratungsalltag
  • Vielfalt der Zugänge bewirkt Niedrigschwelligkeit
  • Medial erweiterte Lebenswelten bringen neue Anforderungen
  • Informierte Klienten durch das Internet
  • Schriftliche Beratung breitet sich aus
  • Mediale Beratung fördert Clearingbedarf zutage
  • Modernisierung der Beratung durch Medienintegration
  • Erweiterung der Beraterrolle zur passageren Alltagsberatung

Die Ergebnisse der Studie legen mögliche Konsequenzen nahe, die sowohl die Interaktionsebene der konkreten Beratungsakteure betreffen, die Organisationsebene einzelner Stellen, aber auch die Verbandsebene und die politische Ausgestaltung von Beratungsleistungen.

 

Zu den Verlagsinformationen mit Inhaltsverzeichnis und Einleitung im PDF-Format: www.systemische-beratung.de/wandel-der-beratung-durch-neue-medien

01.02.2014: Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des AB 14!!

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des AB 14!!

 

An diesem Wochenende feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des AB 14 in Essen den Abschluss ihrer Weiterbildung in "Systemischer Familientherapie"

 

Allen Kolleginnen und Kollegen möchten wir herzlich gratulieren und uns bedanken das wir Sie in den letzten Jahren in Ihrer beruflichen Entwicklung begleiten durften.

 

Wir freuen uns darauf euch irgendwann im ifs oder bei einer anderen Gelegenheit wieder zu sehen!

 

31.01.2014: BPtK-Studie: Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt

Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt

BPtK-Studie zu psychischen Erkrankungen und Frührente

 

Rund 75.000 Versicherte bezogen 2012 erstmals eine Rente wegen Erwerbsminderung aufgrund psychischer Erkrankungen. Sie sind durchschnittlich 49 Jahre alt. Fast jede zweite neue Frührente ist inzwischen psychisch verursacht (42 Prozent). Dabei haben seit 2001 vor allem Depressionen (plus 96 Prozent), Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (plus 74 Prozent) sowie Suchterkrankungen (plus 49 Prozent) als Grund zugenommen. Psychische Erkrankungen sind seit mehr als zehn Jahren die Hauptursache für gesundheitsbedingte Frührenten – mit großem Abstand vor körperlichen Erkrankungen. Eine Erwerbsminderungsrente beträgt durchschnittlich rund 600 Euro.

 

„Psychisch bedingte Frührenten könnten häufiger vermieden werden. Es mangelt an Behandlungsplätzen für psychisch kranke Menschen, aber auch an ausreichenden und für sie maßgeschneiderten Rehabilitationsleistungen“, kritisiert Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). „Psychische Erkrankungen führen viel zu oft zu Erwerbsunfähigkeit und Armut.“

 

Erst arbeitsunfähig …

Psychische Erkrankungen sind immer häufiger die Ursache für Krankschreibungen von Arbeitnehmern. Auch 2012 stiegen sowohl der Anteil der Krankschreibungen (AU-Fälle) als auch der Anteil der betrieblichen Fehltage (AU-Tage), der psychisch bedingt ist. Der Anteil der AU-Tage hat sich von 2000 bis 2012 fast verdoppelt (plus 96 Prozent). Inzwischen gehen knapp 14 Prozent aller betrieblichen Fehltage auf psychische Erkrankungen zurück. Diese Zunahme ist vor allem auf die immer längere Dauer der Krankschreibungen zurückzuführen. 2012 fehlte ein psychisch erkrankter Arbeitnehmer durchschnittlich 34 Tage. Insgesamt fehlten 2012 Arbeitnehmer über 80 Millionen Tage in ih-ren Betrieben. Psychische Erkrankungen sind damit der zweithäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit nach Muskel-Skelett-Erkrankungen.

 

dann erwerbsunfähig …

Wegen psychischer Erkrankungen müssen Arbeitnehmer weit vor dem gesetzlichen Rentenalter aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Ein Versicherter, der aufgrund einer psychischen Erkrankung in Rente gehen muss, ist durchschnittlich erst 49 Jahre alt. „Dass psychische Erkrankungen so häufig und so früh zu Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit führen, liegt auch daran, dass psychisch kranke Menschen nicht oder nicht rechtzeitig behandelt werden“, stellt BPtK-Präsident Richter fest. Psychisch kranke Menschen warten in Deutschland rund drei Monate auf einen ersten Termin in einer psychotherapeutischen Praxis. Viele geben bei der Suche nach einem Behandlungsplatz auf und bleiben unbehandelt. In Deutschland erhält überhaupt nur jeder dritte psychisch Kranke eine Behandlung. „Für diesen Missstand findet das deutsche Gesundheitssystem seit Jahren keine angemessene Lösung“, kritisiert Richter. „Wir brauchen dringend einen Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung.“

„Insbesondere Menschen mit psychischen Erkrankungen erhalten zu selten oder nicht auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Rehabilitationsleistungen, die ihnen die Rückkehr ins Arbeitsleben ermöglichen könnten“, so der BPtK-Präsident. Jeder zweite psychisch kranke Frührentner erhielt in den fünf Jahren vor dem Rentenbescheid keine Reha-Leistung. Und weniger als zehn Prozent der psychisch kranken Frührentner wurden eine medizinische oder berufliche Rehabilitation empfohlen. Die Zahl der Reha-Maßnahmen ist nicht im gleichen Maß gestiegen wie die Zahl der Erwerbsminderungsrenten wegen psychischer Erkrankungen. Im Jahr 2011 waren psychische Erkrankungen für rund 40 Prozent der neuen Frührenten verantwortlich. Aber nur 20 Prozent der Reha-Leistungen wurden für Menschen mit psychischen Erkrankungen eingesetzt.

 

Verschiebebahnhof: Sozialversicherung

Psychisch Kranke geraten oftmals in ein Hin-und-Her-Geschiebe zwischen Kranken- und Rentenversicherung. Die Krankenkasse kann Versicherten, deren Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder gemindert ist, aktiv auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen. Wenn aber der Gutachter einer Reha keine „Erfolgsprognose“ bescheinigt, wird der Reha-Antrag automatisch zu einem Rentenantrag. Circa die Hälfte der Rentenanträge wird bewilligt. Werden Krankenversicherte zu Frührentnern, entfällt ihr Anspruch auf Krankengeld. Krankenkassen können somit Ausgaben für Krankengeld zulasten der Rentenversicherung sparen, wenn sie Versicherte, die schon lange krankgeschrieben sind, auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen.

 

Der Antrag auf Reha-Leistungen wird von einem Gutachter geprüft, der entscheidet, ob eine medizinische und berufliche Rehabilitationsleistung Erfolg versprechend ist. Ein wichtiger Grund, der zu einer Ablehnung führt, ist, dass der Versicherte zunächst noch einer weiteren Krankenbehandlung bedarf. Der Versicherte wird damit von der Renten- zurück an die Krankenversicherung verwiesen. „Dieses Hin und Her zwischen den beiden Sozialversicherungen ist insbesondere für psychisch Kranke unzumutbar“, stellt BPtK-Präsident Richter fest. Auch die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) stellte fest: Betroffene „sind häufig überfordert und orientierungslos. Sie verstehen nicht, wann welche Institution zuständig ist“.

 

Ein Leben in Armut

Menschen, die lange psychisch erkranken und deshalb arbeits- oder erwerbsunfähig werden, haben ein hohes Risiko, ein Leben in Armut zu führen. Die Erwerbsminderungsrenten sind seit 2000 stark gefallen. Ihre Höhe betrug 2012 durchschnittlich rund 600 Euro pro Monat. Mehr als ein Viertel der erwerbsunfähigen Rentner lebt in Einkommensarmut.

 

Auch Langzeitarbeitslose sind überdurchschnittlich häufig psychisch krank und von Armut bedroht. 37 Prozent der Hartz-IV-Empfänger (Arbeitslosengeld II) sind psychisch krank. Zum Vergleich: Bei den Berufstätigen sind nur 22 Prozent und bei den Empfängern von Arbeitslosengeld I 28 Prozent psychisch krank. Das heißt: Rund 1,6 Millionen Hartz-IV-Empfänger sind psychisch krank. Der Regelsatz für einen Erwachsenen beträgt 391 Euro im Monat.

 

Arbeit und psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen haben verschiedene Ursachen. Neben biologischer Veranlagung sowie persönlichen Merkmalen und Erfahrungen gehören hierzu auch gesellschaftliche Faktoren. Eine Ursache können auch psychische Belastungen der Arbeitswelt sein. In Dienstleistungsbereichen sind Arbeitnehmer höheren psychosozialen Belastungen ausgesetzt als in traditionellen Industriebranchen. Dazu zählen Zeitdruck, hohe Aufgabenkomplexität und Verantwortung. Gleichzeitig nimmt die Arbeitsplatzsicherheit ab.

 

Aber auch Arbeitslosigkeit kann psychische Belastungen, Depressionen, Angst und psychosomatische Symptome verursachen. Arbeitslosen fehlen die positiven Impulse, die Arbeit für die psychische Gesundheit setzt, wie z. B. die Tagesstruktur, die Aktivität und die sozialen Kontakte sowie die Bestätigung, für die Gesellschaft nützlich zu sein. Diese stärkenden Faktoren fehlen auch Frührentnern. „Deshalb ist es so wichtig, insbesondere für psychisch kranke Menschen Angebote für ihre berufliche Wiedereingliederung zu machen“, betont BPtK-Präsident Richter. „Hier besteht erhebliches Verbesserungspotenzial.“

 

 

 

Quelle: http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/fast-jede-zw.html

27.01.2014: Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des CO 14 und des HK 37!!

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen des CO 14 und des HK 37!!

 

Am letzten Wochenende feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • des CO 14 in Essen den Abschluss der 1,5 jährigen Weiterbildung in "Systemisches Coaching" 

und

  • des HK 37 in Köln den Abschluss der 3 - jährigen Weiterbildung in "Systemischer Familientherapie und Grundzüge der Supervisions" 

 

Allen Kolleginnen und Kollegen möchten wir herzlich gratulieren und uns bedanken das wir Sie in den letzten Jahren in Ihrer beruflichen Entwicklung begleiten durften.

 

Wir freuen uns darauf euch irgendwann im ifs oder bei einer anderen Gelegenheit wieder zu sehen!