Ego-State-Arbeit in Therapie und Beratung

In den vergangenen Jahren haben sich unterschiedlichste Konzepte zur Arbeit mit der inneren Systemdynamik entwickelt. Neurobiologische Ideen, das wir heute weniger von einer festen Identität sprechen sollten, sondern besser von unterschiedlichen Selbstkonzepten, haben diese Entwicklung weiter unterstützt. Die Arbeit mit Ego-State´s, die von Paul Federen und dem Ehepaar Watkins entwickelt wurde und vor allem durch die Psychotraumatologie bekannt wurde, ist unter diesen Ansätzen die therapeutisch sinnvollste Konzeption. In diesem Workshop soll sowohl theoretisch wie auch praktisch in die Arbeit mit Ego-States eingeführt werden und gezeigt werden wie dieser Ansatz für Systemiker in den unterschiedlichsten Therapie und Beratungsfeldern nutzbar gemacht werden kann. Innere Anteile lassen sich auch als innere Familie beschreiben, in der jede einzelne Ego-State sich durch eigne Gefühle, Bedürfnisse, Körperzustände, Wahrnehmungen und Wirklich­keits­kon­struktionen auszeichnet. Sie können zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Anlässen im Leben eines Menschen entstehen. In der Regel ist ihre Entstehung eng mit Bindungserlebnissen, Lernerfahrungen, kritischen Lebens­ereignissen und traumatischen Erfahrungen verknüpft.

Menschen erleben ihre Ego-States in der Regel erst als problematisch wenn Uneinigkeit im Innensystem zu Irrita­tion­en führen oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States das Leben schwer macht. Das Ziel der thera­peutischen Arbeit mit Ego-States ist die Integration und ein respektvoller und wertschätzender Umgang mit­ein­ander.  Im Workshop werden wir  verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme üben und den Zugang be­reiten, die Herausbildung unterstützen, den Aufbau der inneren Kommunikation und Kooperation fördern, Akzeptanz und Verständnis fördern, die Ressourcen der Ego-States entwickeln und Fragen der Therapieplanung be­sprechen.

 

Zielgruppe:

Systemische Therapeuten und Berater, Coaches und Supervisoren die ihre Beratungskompetenz für die Arbeit mit inneren Systemen erweitern wollen.

 

Angaben zum Referenten:

Reinert Hanswille

Dipl. Päd., KJPsychTh, Paar- und Familientherapeut, Supervisor (DGSF, DGSv, AGPT), Lehrtherapeut (DGSF), Lehrsupervisor (DGSF und DGSv); Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT), PITT, EMDR-Therapeut (EMDRIA). Seit 1998 Institutsleiter ifs.

Organisatorisches

Referent:Reinert Hanswille
Termin:04.10.2017 - 05.10.2017
Ort:ifs in Essen
Dauer: 2 Tage / 16 UStd.
Kosten:280 EUR (250 EUR)* 
Anmeldeschluss:6 Wochen vor Beginn
PTK - Fortbildungspunkte: Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an, ob eine Akkreditierung dieses Workshops durch die PTK NRW geplant ist.

* TeilnehmerInnen und AbsolventInnen von mehrjährigen ifs-Weiterbildungen zahlen den reduzierten Preis, wenn Sie bei der Buchung im Buchungsformular unter „Zusatzinformationen“ ihre ifs-Kursnummer angeben!

04.10.2017 - 05.10.2017 in Essen Jetzt Anmelden