28.10.2020_Personzentrierte Systemtheorie

Die Berücksichtigung von unterschiedlichen Prozessebenen, Subjektivität und angemessener Verstörung in Therapie und Beratung

 

Die „Personzentrierte Systemtheorie“ ist eine Konzeption von Jürgen Kriz, welche das Ziel verfolgt, den Prozessebenen menschlichen Erlebens im Kontext von Psychotherapie, Beratung und Coaching gerecht zu werden. Nach Teilausarbeitungen für bestimmte Fragestellungen in den letzten 25 Jahren ist 2017 eine Gesamtdarstellung unter dem Titel „Subjekt und Lebenswelt“ erschienen.

 

Die Wahl dieses Titels macht deutlich, dass neben der Berücksichtigung körperlicher, psychischer, interpersoneller und kultureller Prozesse auch die Frage berücksichtigt werden muss, aus welcher Perspektive wir eigentlich die Vorgänge beschreiben. Diese Frage ist besonders für systemisches Arbeiten relevant, weil eigentlich immer die Unterscheidung zwischen „System“ und „Umwelt“ eine Rolle spielt. Doch um welche Umgebung, um welchen Kontext, geht es eigentlich? Ist damit jener gemeint, der von Beobachtern, Therapeuten und Theoretikern beschrieben wird – oder aber jener, der von den beteiligten Subjekten so gesehen wird? Üblicherweise werden nämlich als Einflüsse für das Erleben und Verhalten weitgehend nur jene Aspekte berücksichtigt und thematisiert, welche intersubjektive Beobachter feststellen würden. Die komplementäre Perspektive – die des Subjekts in seiner Lebenswelt – wird oft weit weniger berücksichtigt.

 

Diese Komplementarität von subjektiver und intersubjektiver Perspektive ist auch bedeutsam für das Kern-Agens systemischer Therapie, die „angemessene Verstörung“.

 

In Vortrag und Diskussion (unter Einbeziehung eigener Vignetten der TeilnehmerInnen) wollen wir uns mit diesen Fragen auseinandersetzen.

 

 

Referent/in: Jürgen Kriz

Dr. phil., em. Professor für »Psychotherapie und Klinische Psychologie«, Universität Osnabrück

Psychotherapeut, Ehrenmitglied der Systemischen Gesellschaft, der Internationalen Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse sowie der Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen

 

 

Organisatorisches

Referent/in:Jürgen Kriz
Termin:28.10.2020
Ort:Essen
Dauer: 1 Tage / 7 UStd.
Kosten:

98,00 EUR *

90,00 EUR für DGSF / SG - Mitglieder

In den Kosten sind ein Mittags-Imbiss und Pausengetränke enthalten.
Anmeldeschluss:6 Wochen vor Beginn
PTK - Fortbildungspunkte:

Dieser Fachtag wurde durch die Psychotherapeutenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung akkreditiert.

Approbierte Psychotherapeuten/innen können sich 6 Fortbildungspunkte anrechnen lassen.

* TeilnehmerInnen und AbsolventInnen von mehrjährigen ifs-Weiterbildungen zahlen den reduzierten Preis, wenn Sie bei der Buchung im Buchungsformular unter „Zusatzinformationen“ ihre ifs-Kursnummer angeben!

 

 

28.10.2020 - 28.10.2020 in Essen Jetzt Anmelden