Approbation
 

Paar- und Familientherapie

Kosten und Rahmenbedingungen

  • Wenn Sie eine Paar- oder Familientherapie oder Diagnostik bei uns machen möchten setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
  • Wir verabreden dann einen Termin mit Ihnen.
  • In der Regel ersetzt die gesetzliche Krankenkasse keine Kosten.
  • Privatversicherungen übernehmen in den meisten Fällen die Kosten.
  • Privatzahler müssen mit ca 100,00 Euro je Stunde rechnen.

Familientherapie/Paartherapie/Systemtherapie

Grundlegende Arbeitsweise ist ein integrativer familientherapeutischer Ansatz, der die unterschiedlichen Schulen der Familien- und Systemtherapie integriert, mit besonderen Schwerpunkten in der lösungsorientierten Kurzzeittherapie, dem Konstruktivismus, der strukturellen, entwicklungsorientierten und analytischen Familientherapie sowie dem narrativen Ansatz.

 

Hinzu kommen unterschiedliche Ansätze aus den Bereichen der Hypnotherapie, des Psychodramas u.a. nützlichen Verfahren, die den systemischen Ansatz unterstützen können. Wie in allen therapeutischen Angeboten berücksichtigen wir die bedeutenden Ergebnisse der Neurobiologie und neue Erkenntnisse der Psychotherapieforschung.

 

Ausgangsüberlegungen für die Familientherapie:

Wir gehen in unseren therapeutischen Überlegungen davon aus, dass viele Familien, die in Konfliktsituationen sowie in sozial-gesellschaftliche Problemsituationen geraten sind, entschieden häufiger als bisher angenommen unter sogenannten Traumafolgestörungen leiden (z.B. Depression, Ängste, Sucht, Antriebslosigkeit, unkontrollierbare Affektreaktionen etc.). Daraus folgen oft die sozialpolitischen Auswirkungen wie Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung, Gewalt, Desintegration etc. Hinzu kommen die inzwischen vielfältig nachgewiesenen mehrgenerationalen –Traumafolgestörungen, die dazu führen können, dass Familien selbst wieder traumatisierende Systeme bilden.

Um dieser Annahme gerecht zu werden, verknüpfen wir familientherapeutische und traumatherapeutische Ideen, die sich sowohl in den Zielen wie auch in der Therapiedidaktik widerspiegeln.

Professionalität der MitarbeiterInnen:

  • Systemische Familientherapeuten/innen, Systemische Familienberater
  • Systemische Traumatherapeuten/Innen
  • Systemische Kinder- und Jugendtherapeuten/innen

Ziele von Familientherapie

Ziel der familientherapeutischen Maßnahmen sind u.a.:

  • Erhöhung der elterlichen Präsenz als Fundament für den Aufbau eines neuen sicheren und verlässlichen Beziehungssystems mit den Kindern.
  • Wiedererlangung des Zustandes in dem Eltern wieder Eltern sind und Kinder wieder Kinder sein können.
  • Stabilisierung des familiären Systems durch Gewaltfreiheit, Sicherheit, Triggerreduktion, Ausschluss von Täterkontakten etc. 
  • Stärkung des Paares und der Paarzufriedenheit
  • Die Aktivierung, Findung und Stärkung der familiären und individuellen Ressourcen, Stärkung der Resilienz und Erhöhung des Selbsthilfepotentials im familiären System.
  • Verminderung des Konfliktpotentials und Veränderung des Konfliktlösungsverhaltens
  • Heilung bzw. Reduzierung des Symptomverhaltens
  • Unterstützung in den familiären und persönlichen Übergangskrisen
  • Stabilisierung von Bindungsverhalten der Eltern.
  • Fähigkeiten erlernen, ein familiäres Klima zu erschaffen, in dem Sicherheit, körperliche und seelische Unversehrtheit erlebt, Geborgenheit und Liebe erfahren, Wertschätzung und Würde gespürt werden kann.
  • Stärkung der Sinnhaftigkeit des familiären und individuellen Lebens durch das Eingebundensein in Beziehungen, Gruppen, Gemeinwesen und Gesellschaft.
  • Unterstützung spiritueller Sinndimensionen und Ressourcen.

 

Der Systemische Ansatz sieht die Symptome und Probleme Einzelner als Ausdruck für das gesamte System. In diesem Sinn ist die Familientherapie ein ganzheitliches Verfahren. Je nach Notwendigkeit kann mit unterschiedlichen Subsystemen gearbeitet werden, Einzeltherapie genutzt werden oder die Angebote durch Gruppenangebote unterstützt werden.

Wann ist Familientherapie angezeigt?

Familientherapie wird oft von Familien aufgesucht:

  • welche Unterstützung im Alltag benötigen - Strukturierung des Tagesablaufes, Einteilung des vorhandenen Geldes, Regulierung von Macht und Einfluss
  • die Beratung in Erziehungsfragen benötigen - Grenzen und Regeln setzen, Zusammenarbeit mit Kindertagesstätte oder Schule etc.
  • in denen Eltern ihren Platz und ihre Präsenz verloren haben
  • in denen Eltern sich ihrer Erziehungsaufgabe nicht gewachsen fühlen
  • bei denen Probleme in Ehe oder Partnerschaft bestehen bzw. die sich in einer Trennungssituation befinden
  • die sich in einer momentanen Notlage befinden - schwere Erkrankungen, Tod eines Familienmitglieds, Traumatisierungen
  • in denen Suchtmittelmissbrauch besteht oder bestanden hat
  • in denen Kinder Schulprobleme haben bzw. in ihrer Gruppenfähigkeit eingeschränkt sind
  • deren Ablösungsphase krisenhaft verläuft
  • in denen einzelne Familienmitglieder Symptome zeigen, die auf eine Systemrelevanz hindeuten.
  • bei Paaren, die Konflikte haben die sie nicht mehr allein bewältigen können
  • Paare, die sexuelle Probleme oder Schwierigkeiten haben